Die Charity-Tour de Franz von Franz Klammer in Finkenstein war ein Erfolg. Die Strecke wurde wegen der Hitze auf 83 Kilometer verkürzt. Ebenso im Fokus stand Villach: Die Weltkärntner präsentierten beim Kirchtragstreff Pläne, um dem Fachkräftemangel mit ihrem weltweiten Netzwerk entgegenzuwirken.
Bereits zum 24. Mal führte Olympiasieger Franz Klammer am Mittwoch die „Tour de Franz“ durch Kärnten an. Gemeinsam mit zahlreichen prominenten Sportlern und Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Gesellschaft stand dabei nicht nur der Radsport, sondern vor allem der gute Zweck im Mittelpunkt. Der Start erfolgte bei der Burg Finkenstein. Die 83 Kilometer lange Strecke führte über den Faaker See nach St. Jakob im Rosental. Über Villach ging es wieder zur Burg Finkenstein.
126 Fahrer vergossen viel Schweiß. E-Bikes waren verboten, es zählte nur die reine Muskelkraft. Mit Klammer radelten Olympiasieger Felix Gottwald, WM-Medaillengewinnerin Kathi Truppe, Ski-Weltmeisterin Nici Schmidhofer, Biathlon-Legende Daniel Mesotitsch, Hirter-Geschäftsführer Niki Riegler, Winzer Leo Hillinger, Extrembergsteiger Stephan Keck oder Burgherr Thomas Seitlinger durch Kärnten. Wegen der Hitze wurde die Tour von geplanten 100 Kilometern auf 83 Kilometer verkürzt.
Franz Klammer war auch heuer begeistert: „Es hat einen hohen Stellenwert, mit einer so tollen Truppe für eine Charity-Aktion bei diesem Prachtwetter durch Kärnten zu fahren.“ Auch Kathi Truppe meinte schmunzelnd: „Der Start war fast in meinem Garten. Es ist schön, für einen guten Zweck zu radeln.“ Nici Schmidhofer reiste aus der Steiermark an: „Es war eine lustige Rundfahrt. Dank der Tour de Franz weiß ich jetzt, wie schön Kärnten ist.“ Felix Gottwald ist noch immer ein Vorzeigeathlet: „Durch die Charity-Tour lerne ich Kärnten jedes Jahr ein Stück besser kennen.“ Und Spenden kamen auch heuer wieder viele zusammen. Franz Klammer freut sich über 52.000 Euro, die für gute Zwecke vergeben werden.
Weltkärntner bauen Brücken für Kärntens Wirtschaft
Mehr als 80 Weltkärntner aus aller Welt kamen beim zweiten Weltkärntner-Kirchtagstreffen in Villach zusammen. Im Mittelpunkt stand die Vorstellung einer neuen Kooperation mit der Wirtschaftskammer Kärnten mit Präsident Jürgen Mandl und der Industriellenvereinigung Kärnten, die das internationale Netzwerk künftig als Partner unterstützen.
Ziel der Zusammenarbeit ist es, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und die Erfahrung sowie das Know-how von Auslandskärntner für den Wirtschaftsstandort Kärnten zu nutzen. Über die Weltkärntner sollen Unternehmen leichter qualifizierte Mitarbeiter finden und Rückkehrwillige beruflich wieder in Kärnten Fuß fassen können.
Neben der offiziellen Partnerschaft bot das Treffen Gelegenheit zum persönlichen Austausch und zur Vernetzung. Für den passenden Rahmen sorgten Kulinarik, Weinverkostung und musikalische Unterhaltung. Der Verein Weltkärntner zählt mittlerweile mehr als 900 Mitglieder aus 72 Ländern und baut sein internationales Netzwerk kontinuierlich aus.
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