Der städtische Eigenbetrieb Klagenfurt Wohnen setzt künftig auf Künstliche Intelligenz. Mit dem KI-Tool www.klagenfurt-wohnen.at steht auf der Website von Klagenfurt Wohnen ein neuer digitaler Assistent zur Verfügung, der Mietern und Wohnungssuchenden rund um die Uhr wichtige Fragen beantwortet.
KI erobert auch das Rathaus. Der städtische Eigenbetrieb Klagenfurt Wohnen setzt künftig vermehrt auf Künstliche Intelligenz. Mit „KLARA Wohnen“ steht auf der Website von Klagenfurt Wohnen ein neuer digitaler Assistent zur Verfügung, der Mietern und Wohnungssuchenden rund um die Uhr Fragen beantworten soll. Das System ist die „Schwester“ der bereits auf der Website der Stadt Klagenfurt eingesetzten KI „KLARA“.
KI soll Mitarbeiter entlasten
Wohnungsreferent Patrick Jonke verweist auf den hohen Bedarf: „Derzeit suchen rund 1000 Menschen eine Stadtwohnung, noch deutlich mehr interessieren sich dafür. Unser Ressort ist personell begrenzt, gleichzeitig erreichen uns immer wieder dieselben Fragen. Diese haben wir ausgewertet und bieten nun ergänzend dieses KI-Service an.“
Die digitale Beratung liefert unter anderem Antworten auf Fragen zur Dauer von Mietverträgen, zur Haustierhaltung, zum richtigen Vorgehen bei Schimmelbefall oder dazu, ob E-Scooter in Wohnhäusern mit Stadtwohnungen abgestellt werden dürfen. Die Informationen sollen leicht verständlich aufbereitet sein und sind rund um die Uhr abrufbar.
Projekt kostet 100.000 Euro
Für die Umsetzung des Projekts werden rund 100.000 Euro investiert. Valentin Unterkircher von der Stadtkommunikation sieht darin eine wichtige Entlastung: „KLARA beantwortet bereits rund 100 Fragen pro Tag. Das neue Service soll unsere Mitarbeiter zusätzlich entlasten.“
Auch Geschäftsführer Gerhard Scheucher betont den weiteren Ausbau der digitalen Angebote. Bis 2027 sollen zahlreiche Dienstleistungen online verfügbar sein. So werde es künftig auch möglich sein, Wohnungsanträge digital einzureichen. Zudem unterstützt das System rund 100 Sprachen.
Ermittlungen weitgehend eingestellt
Im Zusammenhang mit Gerhard Scheucher ging Jonke auch auf eine gegen den Geschäftsführer eingebrachte Strafanzeige ein. Diese war von der Stadt Klagenfurt an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet worden und betrifft Brandschutztüren in Wohnanlagen.
Jonke betonte, dass die beanstandeten Vorgänge noch vor Scheuchers Amtszeit entstanden seien. „Herr Scheucher kam hier sozusagen zum Handkuss“, sagte der Wohnungsreferent. In vier von fünf Punkten seien die Verfahren bereits eingestellt worden. Es sollte natürlich positiv ausgehen, es seien lediglich noch einzelne Brandschutztüren nachzurüsten.
Auch Scheucher selbst zeigt sich zuversichtlich: Er habe die Funktion als Geschäftsführer übernommen, ohne für die ursprünglichen Versäumnisse verantwortlich gewesen zu sein. „Bald ist die Sache vom Tisch“, sagte er.
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