Kontrollen in Italien

Polizei geht jetzt gegen Strand-Reservierer vor

Ausland
05.08.2026 16:28
Porträt von krone.at
Von krone.at

Am freien Strand von Lido Marini in Apulien haben die Polizei und Küstenwache am Mittwochmorgen mehrere Sonnenschirme und Liegen beschlagnahmt. Die Aktion richtet sich gegen die verbreitete Praxis, Strandplätze über Nacht zu reservieren.

Zwei Personen erschienen während der Beschlagnahmung, um ihre Sachen zurückzubekommen. Ein Betroffener argumentierte mit der Behinderung seiner Ehefrau, die zu dem Zeitpunkt der Kontrolle aber nicht vor Ort war. Gegen die Besucher wurden Bußgelder in der Höhe von jeweils 400 Euro verhängt. Laut den Behörden verstießen sie gegen die Gemeindeverordnung, die das Aufstellen von Strandausrüstung auf öffentlichen Stränden ohne tatsächliche Nutzung untersagt. Diese Regelung soll sicherstellen, dass der Strand allen Menschen frei zur Verfügung steht. 

Auch in anderen Regionen Italiens griff die Polizei ein, etwa im ligurischen Riva Trigoso nahe Genua. Die Beamtinnen und Beamten entfernten dort zurückgelassene Handtücher, Sonnenschirme und andere Ausrüstung. Zudem erinnerten sie daran, dass frei zugängliche Strände allen Badegästen gehörten – nicht nur denjenigen, die sie als Erste mit ihren Gegenständen belegen.

Viele Badende sagten bei den Kontrollen, nichts von der „neuen Regel“ gewusst zu haben. Es gebe keine Schilder, die darauf hinweisen würden. Tatsächlich existiert das Verbot allerdings seit Jahren. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der frei zugänglichen Küstenabschnitte in Italien stark zurückgegangen – zugunsten von Strandbädern, die Urlauberinnen und Urlaubern Liegen und Sonnenschirme vermieten. Die Preise dafür sind stark gestiegen.

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