Der Fall des bestialisch ermordeten Katers „Schmotzer“ sorgte landesweit für Entsetzen. Nachdem jetzt die Urteile der Angeklagten in dem Fall feststehen, ist keine Entspannung zu erwarten. Alle Beschuldigten wurden in diesem Fall freigesprochen, und Tierschützer sowie Anwälte fordern dringend die Überarbeitung der Tierschutzgesetze. Welche Änderungen braucht es hier?
Grundsätzlich gilt in Österreich ein Strafrahmen von bis zu zwei Jahren Haft für Tierquälerei. Dass dieser Straftatbestand in diesem Fall aber offenbar nicht erfüllt wurde, sorgt für viel Unverständnis in der Bevölkerung. Laut dem tierlieben Wiener Rechtsanwalt Rudolf Mayer werden Urteile für Tierquäler aber zumeist bedingt ausgesprochen. Sein Vorschlag wäre neben der Erhöhung der Strafen auch die Einführung eines Tierschutzbeauftragten. Dieser solle – etwa wenn es keinen Besitzer des Tieres gibt – die Opfervertretung vor Gericht übernehmen, um dem gequälten Tier eine Stimme zu geben.
Auch weitere Tierschützer fordern schon länger höhere Strafen und verweisen nach diesem Urteil auch auf Nutztiere: „Wenn selbst das Leid der Katze im Gerichtssaal den Menschen so gleichgültig ist, was passiert dann mit den Nutztieren? Die haben dann überhaupt keine Rechte mehr“, meint Aktivistin Barbara Graf und spricht vom „schwärzesten Tag für den Tierschutz.“
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Welche gesetzlichen Änderungen bräuchte es Ihrer Meinung nach, um für Gerechtigkeit zu sorgen? Wo sehen Sie die größten Probleme und wie sollten diese angegangen werden? Was halten Sie vom Vorschlag des Anwalts, einen Tierschutzbeauftragten in der Justiz zu integrieren?
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