Rastet komplett aus

US-Politiker bedroht und geht auf Badegäste los

Ausland
05.08.2026 16:33
Porträt von krone.at
Von krone.at

Kirill Basin kämpft für die Demokraten um einen Platz im US-Kongress. Doch nach einem Strandbesuch auf Hawaii könnte die Abgeordnetenkarriere bereits zu Ende sein, bevor sie überhaupt begonnen hat. Ein Streit über zu laute Musik eskalierte am vergangenen Wochenende vollends. Basin bedrohte andere Badegäste laut Polizei sogar mit einem Messer. Wenig später nahm ihn die Polizei fest.

Videoaufnahmen einer Augenzeugin verbreiteten sich rasend schnell über die diversen Social-Media-Kanäle. Viele kannten den 40-jährigen Politiker bis dahin gar nicht. Doch nun hat Basin unmittelbar vor den Vorwahlen zu den sogenannten Midterm Elections traurige Berühmtheit erlangt. In zwei Videos ist zu sehen, wie der Demokrat Personen, die ihn gebeten haben, die Musik doch etwas leiser zu drehen, beschimpft und bedroht.

„Ich habe ihm gesagt, wenn er ins Spital will, soll er hierherkommen (...) Verpi** dich!“, tönt der Politiker. Wenig später droht er auch einer Frau mit Prügel. In einer weiteren Szene kommt es zu einem Handgemenge auf dem Strand auf der Insel Maui. Plötzlich schnappt sich der 40-Jährige einen Strandsessel und will mit diesem auf seinen Kontrahenten einschlagen. Doch dieser reagiert blitzschnell und knockt ihn mit einem gezielten Haken aus.

US-Medien zufolge kam der Demokrat noch immer nicht zur Ruhe und zückte ein Klappmesser. Dieses soll er wenig später aber ins Meer geschmissen haben. Den Angaben zufolge fischte die Polizei, die gerufen wurde, die Waffe aus dem Wasser und verhaftete den Tobenden.

Augenzeugen wollen auch eine Pistole gesehen haben
Auch von einer Pistole war in Augenzeugenberichten die Rede. Diese Angaben konnten aber nicht bestätigt werden. Basin, dessen Wahlslogan „Kämpft. Aloha.“ lautet, sitzt dem Vernehmen nach seit Samstag in Polizeigewahrsam. Er wurde wegen gefährlicher Drohung angezeigt. Seine Kaution wurde auf eine Million US-Dollar festgesetzt.

Es ist allerdings nicht das erste Mal, dass er mit der Justiz in Konflikt gerät. Erst im Mai wurde der 40-Jährige wegen einer terroristischen Drohung in einem Amtsgebäude verhaftet. Er soll eine Schusswaffe gezeigt und Mitarbeiter bedroht haben. Auch über Droh-Mails und Drohbriefe ist die Rede.

Basin weist Vorwürfe zurück
Basin selbst weist die Vorwürfe weitgehend zurück. Er behauptet unter anderem, die Berichterstattung sei irreführend und er sei von der Polizei misshandelt worden. Er hat deswegen Zivilklagen eingereicht. Diese Vorwürfe sind bislang nicht gerichtlich bestätigt.

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