Betrugsmasche

Dubiose Anbieter zocken mit „Zyklus-Coaching“ ab

Chronik
04.08.2026 10:55
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Jetzt haben Kriminelle auch das Thema Frauengesundheit für sich entdeckt: Eine Vorarlbergerin sollte fast 250 Euro für Zyklus-Coaching zahlen. Dabei hatte sie den Dienst nie in Anspruch genommen. Die Liste der Opfer wird von Tag zu Tag länger.

Ganze 239 Euro soll Frau S. für ein Jahresabonnement der App „NovaMenstruhilfe“ zahlen. Nur: Auf ihrem Handy ist keine solche App installiert. Auch die Website hat sie noch nie besucht. Und von der „NovaMenstruhilfe“ hatte sie ohnehin noch nie ein Wort gehört. Der Fall ist exemplarisch, denn Frau S. ist bei Weitem nicht die Einzige, die Opfer des dubiosen Online-Dienstes geworden ist. „Beinahe täglich melden sich Vorarlbergerinnen bei uns, die erfundene Rechnungen von ,NovaMenstruhilfe’ erhalten“, berichtet Franz Valandro, Konsumentenschützer der Arbeiterkammer.

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Beinahe täglich melden sich Vorarlbergerinnen bei uns, die erfundene Rechnungen von ,NovaMenstruhilfe’ erhalten.

Dr. Franz Valandro, Konsumentenschützer der Arbeiterkammer

Die Betrüger sitzen in China
Die Masche ähnelt jener von „Bongochat“ und „Novavitalia“ – zwei Online-Dienste, die erst kürzlich offenbar wahllos erfundene Rechnungen an Konsumenten und Konsumentinnen in Vorarlberg verschickt hatten, ohne jemals eine Leistung erbracht zu haben. Dass alle drei Betrugsmaschen nahezu identisch sind, komme nicht von ungefähr, erklärt Valandro: „,NovaMenstruhilfe’, ,Bongochat’ und ,Novavitalia’ weisen alle dasselbe Impressum mit Sitz in China auf.“

Vermeintlich seriöse Website ist nur schöner Schein
Wie die zwei anderen Online-Dienste erweckt auch „NovaMenstruhilfe“ den Anschein, seriös zu sein: Die Internetseite ist hochwertig designt, die URL endet auf „de“. „Das ist aber nur schöner Schein“, warnt Valandro. „Eine de-Domain kann man von überall auf der Welt aus kaufen.“

Für alle Betroffenen hat der AK-Experte vor allem einen Rat: „Zahlen Sie derartige Rechnungen auf keinen Fall vorschnell, auch nicht bei Mahnungen oder Inkasso-Drohungen. Widersprechen Sie den Rechnungen schriftlich und erklären Sie, keine Dienste in Anspruch genommen zu haben.“

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