„Krone Vorarlberg“-Altach-Experte Elred Faisst beleuchtet in seiner Kolumen „Am Ball“ mehrere Aspekte der Auftaktniederlage der Rheindörfler bei Rapid und wundert sich über die „seltsame“ Spieleinteilung – zumindest was den SCRA angeht – der ersten Bundesliga-Runden.
Ein 0:1 bei Rapid ist beileibe kein Beinbruch. Aber ein klares Warnsignal. Denn die Altacher haben bislang nur vier Auftaktspiele gewonnen. 2014 als Aufsteiger mit Endrang drei, 2016 mit dem Erringen des Winterkönigs und am Ende reichte es für Rang vier. 2017 war das eine Partie mitten in der Europa League Qualifikation und 2025 schafften die Vorarlberger ihre drittbeste Bundesliga-Saison. Wehe, wenn Jäger und Co. jetzt abergläubisch werden, denn nach jedem verpatzten Start folgte stets eine Saison mit mehr oder weniger Abstiegsangst. Trotz des 0:1 bei Rapid dürfen solche Gedanken diesmal aber keinen Platz haben. Auch wenn jetzt gegen die Wiener zum zehnten Mal in Folge kein voller Erfolg gelang.
Remis wäre möglich gewesen
Dank der couragierten Vorstellung nach der Pause wäre am Sonntagabend ein Remis durchaus möglich gewesen. Aber Massombo scheiterte mit einer verunglückten Flanke am Aluminium und Raguz im Nachschuss am glänzend reagierenden Rapid-Keeper Hedl.
Apropos Sonntagabend. Die Anstoßzeit um 19 Uhr stieß Vesel Demaku sauer auf: „Wir fahren danach die ganze Nacht durch, bis wir in Vorarlberg sind. Und haben schon am Freitag das nächste Spiel. Das ist nicht optimal für uns.“
„Seltsame“ Spieleinteilung
Die Vorarlberger kommen bis Ende August insgesamt viermal in den „Genuss“ des Abend-Termins. Schon am Freitag erfolgt der Anpfiff gegen die WSG Tirol wieder um 19.30 Uhr. Acht Tage später steigt das Auswärtsspiel am Samstag bei Sturm Graz um 19.30 Uhr. Zwischendurch gibt es das einzige „normale“ Spiel gegen Hartberg am Samstag um 17 Uhr. Und zum Schluss folgt die Auswärtspartie beim LASK – wieder am Samstag um 19.30 Uhr. Was seltsam anmutet. Denn in den letzten Jahren wurden die Rheindörfler nur selten zu einem Topspiel der Bundesliga eingeteilt. Dass man jetzt gleich alle drei Auswärtspartien der Zaric-Elf zu Topspielen macht, wirkt schon eigenartig. Für die Ländle-Kicker heißt das: Dreimal Ankunft in Altach erst im Morgengrauen mit verzögerter Regeneration.
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