Bedarf steigt

So viel Trinkwasser wird Tirol in Zukunft brauchen

Tirol
03.08.2026 18:00

In diesem Sommer haben bereits Gemeinden Wasser rationieren müssen. Die Situation könnte sich in den nächsten Jahren weiter verschärfen. In Tirol hat das Land eine Bedarfsanalyse erstellt. Diese zeigt trotz sinkendem Pro-Kopf-Verbrauch einen steigenden Bedarf. 

Das Land hat im Juli ein Trinkwasservorsorgekonzept erstellt und bei einem Trinkwassergipfel in Wien vorgestellt. In dem Konzept sind Bedarf, Ist-Situation und Handlungsfelder aufgelistet.

250 Liter pro Hauptwohnsitz und Tag
Seit 1986 ist aufgrund der Bevölkerungs- und wirtschaftlichen Entwicklung sowie der klimatischen Veränderungen der jährliche Wasserverbrauch um knapp 20 Prozent von rund 57,5 Millionen Kubikmetern auf rund 70 Millionen Kubikmeter gestiegen. Der Pro-Kopf-Verbrauch ist gleichzeitig um 16 Prozent gesunken und liegt aktuell bei 250 Liter pro Hauptwohnsitz und Tag (eingerechnet öffentlicher Verbrauch). Markus Federspiel, Vorstand der Abteilung Wasserwirtschaft, führt die Senkung auf Effizienzsteigerung und bewussteren Umgang mit Wasser zurück.

LHStv. Josef Geisler stellte das Trinkwasserkonzept vor und machte auf die Notwendigkeit ...
LHStv. Josef Geisler stellte das Trinkwasserkonzept vor und machte auf die Notwendigkeit gemeindeübergreifender Zusammenarbeit aufmerksam.(Bild: Charly Lair, Die Fotografen)

Rund 96 Prozent der Bevölkerung sind an öffentliche Wasserversorgungsanlagen angeschlossen. In Tirol sind mehr als 10.000 Quellen bekannt. Davon werden derzeit rund 5000 für die Trinkwasserversorgung verwendet. Etwa 90 Prozent des Trinkwassers stammt aus Quellen und wird im Untergrund natürlich gefiltert. 

Bis 2050 rechnet das Land mit zusätzlich zehn Prozent Wasserbedarf. Rund 76 Millionen Kubikmeter dürften es laut Prognose dann sein. Daher gelte es, die Kapazitäten gut zu nutzen und bei Bedarf auszubauen. „Tirol muss auf die Fortsetzung der gemeindeübergreifenden Zusammenarbeit für eine krisensichere Trinkwasserversorgung setzen“, formuliert LHStv. Josef Geisler eine Notwendigkeit, um die Wasserversorgung in Zukunft zu sichern

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