Bei Frauen

Mehr Arbeitslose wegen höherem Pensionsalter

Oberösterreich
03.08.2026 11:45

Die Zahl der Jobsuchenden steigt in Oberösterreich weiter leicht an, auf 37.653 Personen. Verantwortlich dafür ist vor allem das höhere Pensionsantrittsalter für Frauen, denn deswegen sind über 60-jährige Frauen nun länger arbeitslos.

Insgesamt liegt die Arbeitslosenquote in Oberösterreich nun bei 5,1 Prozent (+0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat), wie das AMS am Montag bekanntgab. Bundesweit sind es, wie berichtet, 6,9 Prozent. Damit hat Oberösterreich, nach den saisonabhängigen Bundesländern Tirol und Salzburg, die niedrigste Arbeitslosenquote.

Erwarteter Effekt tritt ein
Doch auch hierzulande steigt die Zahl der Jobsuchenden: Im Juli waren 37.653 Oberösterreicherinnen und Oberösterreich arbeitslos gemeldet – um 2,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders stark war der Anstieg mit +4,9 Prozent bei den Frauen. Und das hat einen Grund: „Die Dauer der Arbeitslosigkeit älterer Frauen, vor allem bei über 60-Jährigen, hat sich aufgrund des gestiegenen Pensionsantrittsalters erhöht. Dadurch ist auch die Anzahl der Betroffenen merklich gestiegen“, sagt Iris Schmidt, Landesgeschäftsführerin des AMS OÖ.

Das Pensionsantrittsalter von Frauen wird in Österreich seit 2024 stufenweise angehoben, bis es 2033 an jenes der Männer angeglichen ist. Der Effekt, dass Frauen, die gegen Ende ihres Erwerbslebens auf Jobsuche sind, dadurch länger arbeitslos sind, bevor sie ihre Pension antreten können, war von vielen Experten erwartet worden.

„Längere Jobsuche“
Dennoch spricht Schmidt von einer „stabilen Beschäftigungsstruktur in den Unternehmen“. Das zeige sich in einer geringen Wechselbereitschaft des Personals. „Die daraus resultierende fehlende Dynamik führt derzeit bei Arbeitssuchenden zu längerer Jobsuche, insbesondere für Berufseinsteiger“, sagt die AMS-Chefin.

Positiv haben sich in Oberösterreich zuletzt die sofort verfügbaren offenen Stellen entwickelt – ihre Zahl stieg um 5,5 Prozent auf 19.507 an. Bundesweit gingen die offenen Stellen hingegen um drei Prozent zurück.

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