Haben Sie schon genug von der Hitze? Dann ist es Zeit für Sommerfrische unter dem Blätterdach: Warum die Wälder in Oberösterreich für Familien die schönste Alternative zu Badesee und Freibad sind und wo es die schönsten schattigen Plätze für Familien gibt.
Tief durchatmen. Langsam werden. Und mit einem bewusst gesetzten Schritt den Alltag hinter sich lassen. Darum geht es beim Waldbaden! Der Begriff wird oft belächelt – obwohl er mit Esoterik rein gar nichts zu tun hat, wie Wald- und Kräuterpädagogin Gabriele Mikota versichert: „Waldbaden hat seinen Ursprung in Japan, und die positive Wirkung ist wissenschaftlich erwiesen.“
Schon zehn Minuten zwischen Laub- und Nadelbäumen können helfen, Stress abzubauen, den Puls zu senken und neue Energie zu tanken. Verantwortlich dafür sind unter anderem Terpene – natürliche Duftstoffe, die das Immunsystem stärken und sich positiv auf Kreislauf und Nervensystem auswirken. „Der Wald ist Medizin – und auch deshalb ein echter Kraftplatz für Groß und Klein“, sagt Mikota. Die zertifizierte Waldbademeisterin muss es wissen: Viele Jahre hat die 57-Jährige mit Kindern in der Natur gearbeitet, ist selbst in den Mühlviertler „Highlands“ aufgewachsen. „Der Wald ist einfach der schönste Spielplatz. Auf Bäume klettern, Naturschätze sammeln und Elfenhäuser bauen: Man kann richtig zusehen, wie Kinder dabei zur Ruhe kommen.“
Erholung im Wald: „Weniger ist mehr“
Gerade an heißen Sommertagen wird der Wald als Alternative zum Baden daher zum idealen Rückzugsort für Familien. Mikotas Tipp: Mindestens einmal pro Woche eine Auszeit im Grünen einplanen und das Handy am besten im Auto lassen. Man braucht auch nicht weit zu fahren: Schon ein kleinerer Mischwald – rund um Linz etwa zu finden im Zaubertal, am Pöstlingberg, in Altenberg oder Lichtenberg – bringt den gewünschten Effekt.


Wer den Wald noch intensiver erleben möchte, kann bei den Mühlviertler Waldbademeistern eine geführte Tour buchen. „Jeder ist willkommen – unabhängig vom Alter. Man sollte nur gut zu Fuß und bereit sein, sich auf die Ruhe einzulassen. Es geht nicht darum, möglichst schnell von A nach B zu kommen. Beim Waldbaden gilt: Weniger ist mehr.“
Die zwei- bis dreistündigen Spaziergänge laden dazu ein, den Wald mit allen Sinnen zu entdecken: den Boden unter den Füßen spüren, den Duft der Bäume einatmen, dem Bach beim Plätschern zusehen oder einfach nur auf einem Baumstamm sitzen und dem Vogelgezwitscher lauschen. Kosten: 25 Euro pro Person, Kinder können gegen eine freiwillige Spende teilnehmen.
Fünf erfrischende Ausflugstipps für heiße Sommertage
Auch abseits des Waldbadens gibt es in Oberösterreich viele Orte, an denen Familien an Sommertagen durchatmen können. Der Oberösterreich Tourismus empfiehlt:
Wer es noch kühler mag, findet in der Dachstein-Höhlenwelt in Obertraun bei eisigen minus zwei Grad Celsius eine natürliche Klimaanlage. Oder wie wäre es mit einem Ausflug zur Grottenbahn am Linzer Pöstlingberg, kombiniert mit einem Spaziergang durch den Wald? Manchmal braucht es eben gar keinen Sprung ins Wasser, um einen heißen Ferientag zu genießen. Oft reicht schon ein bewusster Schritt unter ein dichtes Blätterdach.
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