Konzert in Gmunden

Parov Stelar will jetzt Bürgermeister werden

Oberösterreich
02.08.2026 17:00

„Ich kandidiere als Bürgermeister von Gmunden.“ Der – vermutlich – nicht ganz ernst gemeinte Satz sagt viel über das Konzert von Electroswinger Parov Stelar im Toscanapark in Gmunden aus. Denn Mastermind, Band und 5000 begeisterte Fans hatten vor allem eines an diesem lauen Abend: viel Spaß.

Für viele eingefleischte Fans stand im Vorfeld des restlos ausverkauften Konzerts im Rahmen der Salzkammergut Festwochen Gmunden wohl die Frage im Vordergrund, wie der Weltstar aus dem Mühlviertel Alt und Neu auf die Bühne bringen wird. Denn das aktuelle, mitunter sehr düstere Album von Parov Stelar „Artifact“ hat relativ wenig mit dem bekannten und so beliebten Electroswing der Vergangenheit zu tun.

Kleine Bühne, großes Konzert – Parov Stelar lieferte in Gmunden einen denkwürdigen Abend ab.
Kleine Bühne, großes Konzert – Parov Stelar lieferte in Gmunden einen denkwürdigen Abend ab.(Bild: Rudi Gigler)

Das Beste aus Alt und Neu
Die Frage war allerdings kurz nach 21 Uhr schnell beantwortet: Der Meister schafft das, und die Zuschauer lieben es. Die folgenden fast 120 Minuten waren abwechslungsreich wie nie und spannend wie schon lange nicht. Geschickt schaffte es Parov Stelar Altbekanntes mit Neuem zu mischen und dabei nie den Kontakt zum Publikum zu verlieren. Die Fans fraßen ihm sozusagen aus der Hand, tanzten, sangen und jubelten bis zur letzten Sekunde.

Großartige Band und viel Spaß
Das lag aber nicht nur am gebürtigen Mühlvierter Marcus Füreder, sondern auch an seiner großartigen Band, die ihm schon seit Jahren treu zur Seite steht und von einem sensationellen achtköpfigen Streicherensemble begleitet wurde. Den Musikerinnen und Musikern sah man an, dass sie Spaß an der ganzen Sache hatten – keine Frage, dass auch das sich aufs begeisterte Publikum übertrug.

Und Füreder selbst, sonst kein Freund der großen Worte, war zum Scherzen aufgelegt. Denn nach einem Hinweis, dass er in Gmunden nicht nur live auftritt, sondern auch seine Bilder zu sehen seien, meinte er augenzwinkernd: „Ich will ja auch Bürgermeister von Gmunden werden.“  Na dann ...

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