José Manuel Álvarez

Der Mann, der den Flamenco revolutioniert

Kultur
02.08.2026 12:50

Der spanische Flamenco-Star José Manuel Álvarez gastiert zurzeit beim  ImPulsTanz-Festival in Wien – mit im Gepäck: sein neuestes Solostück  „Captura y fuga“, in dem er Bilder des berühmten französischen Flamenco-Fotografen René Robert in Bewegung setzt.

Er ist ein Kind Andalusiens, der Wiege des Flamenco. Tanzstar José Manuel Álvarez, der am 17. Dezember 1985 in Las Cabezas de San Juan in der südspanischen Provinz Sevilla zur Welt kam.

Aufgewachsen ist er jedoch in Barcelona, wohin die Familie aus wirtschaftlichen Gründen ziehen musste. Daher bezeichnet sich Alvarez oft als Grenzgänger: Seine emotionale Prägung ist tief andalusisch, seine künstlerische Sozialisation und Offenheit verdankt er, wie er sagt, der avantgardistischen Tanzszene Barcelonas. Professionellen Tanzunterricht erhielt er dort im Alter von 12 Jahren, mit 17 feierte er sein professionelles Debüt in der Kompanie von Flamenco-Ikone Javier Latorre.

Heute gilt der 40-jährige Álvarez, der u. a. für Choreografien von Popstar Rosalía verantwortlich zeichnet, als Wegbereiter des modernen Flamenco, der die traditionelle Tanzkunst mit zeitgenössischen Einflüssen revolutioniert.

 „Captura y fuga“

  • Ein Versuch, magische Augenblicke einzufangen, im Wissen, dass sie uns trotzdem unweigerlich entgleiten werden. Damit befasste sich der passionierte französiche Flamenco-Fotograf René Robert, der vor vier Jahren auf einer Straße Barcelonas starb und dessen Œuvre José Manuel Álvarez nun ein tänzerisches Denkmal setzt.
  • Aus dem Off ist Roberts Stimme zu hören, während Álvarez als Solotänzer in geisterhaften Projektionen seiner Bilder den Flamenco von Granden wie Antonio Gades, María Pagés, Israel Galván oder Eva Yerbabuena wiederbelebt. 
  • Wann: Montag, 3. 8., 19 Uhr; Mittwoch, 5. 8., 21 Uhr
  • Wo: Kasino am Schwarzenbergplatz, 1010 Wien
  • Info und Karten: impulstanz.com

Sein neueste Solo-Stück „Captura y fuga“, mit dem er beim ImPulsTanz-Festival gastiert, setzt dem berühmten Flamenco-Fotografen René Robert ein Denkmal, indem er darin die eingefrorenen Momente seiner Fotografien wieder in Bewegung übersetzt: „Fotografie hält den Moment fest. Tanz lässt ihn wieder entkommen“, erklärt Alvarez, „ich wollte den Geist dieser Legenden nicht kopieren, sondern das Gefühl einfangen, das sie im Raum hinterlassen haben.“

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