Notruf letzter Ausweg

Ehepaar geriet in Unwetter: Bergtour als Tortur

Tirol
02.08.2026 11:36

Ein heftiges Gewitter wurde am Samstagnachmittag einem belgischen Urlauber-Ehepaar im Tiroler Unterland zum Verhängnis. Im Zuge einer Bergtour verirrte sich das Duo aufgrund der widrigen Verhältnisse in unwegsames Gelände. Nachdem die beiden Touristen immer wieder abgestürzt bzw. abgerutscht waren, gab es nur einen Ausweg: Notruf!

Diese Bergtour wurde für den 53-jährigen Belgier und dessen Ehefrau (55) zur wahren Tortur, die sie wohl nie mehr vergessen werden. Beim Abstieg von der Seebergspitze (2085 Meter) in Richtung Pertisau (Bezirk Schwaz) kamen die beiden Urlauber Samstagnachmittag in ein heftiges Gewitter. 

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Beim Abstieg stürzten und rutschten die beiden Wanderer immer wieder ab und zogen sich dabei am ganzen Körper mehrere Verletzungen unbestimmten Grades zu.

Ermittler von der Polizei

Abstieg in felsdurchsetztem Gelände
Offenbar um dem Unwetter etwas auszuweichen, wechselten die Wanderer auf die Ostseite des Seebergs. Dabei verließen sie den markierten Weg und gelangten in unwegsames Gelände. In weiterer Folge stiegen sie im freien Gelände talwärts in Richtung See ab und gerieten dabei zunehmend in steiles, felsdurchsetztes Terrain.

Im Bereich des roten Kreises setzte das Duo einen Notruf ab.
Im Bereich des roten Kreises setzte das Duo einen Notruf ab.(Bild: ZOOM Tirol)

„Beim Abstieg stürzten und rutschten die beiden Wanderer immer wieder ab und zogen sich dabei am ganzen Körper mehrere Verletzungen unbestimmten Grades zu“, berichtete die Polizei am Sonntag.

Rettung kam aus der Luft
Kurz vor 18 Uhr gab das Duo schließlich auf. Die Belgier setzten einen Notruf ab. Da sich das Ehepaar in schwer zugänglichem Gelände befand, wurde ein Notarzthubschrauber zur Bergung angefordert. Die Verletzten wurden nach erfolgter Rettung ins Landeskrankenhaus nach Hall in Tirol geflogen.

Heftige Gewitter wurden im Achenseegebiet auch Wassersportlern zum Verhängnis. Mehrere Personen gerieten in Schwierigkeiten und mussten von Einsatzkräften geborgen werden.

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