Asfinag und Land Salzburg starten in Kuchl und Golling ihren neuen Feldversuch, um Urlauber auf der Tauernautobahn zu halten. Bisherige Abfahrtssperren mit zahlreichen Ausnahmen haben nicht den erwünschten Erfogl gebracht. Deswegen gibt es jetzt drastischere Maßnahmen.
Seit Jahren kämpft Salzburg mit stetig steigendem Reiseverkehr auf der Tauernautobahn (A10). Die zahlreichen Staus sorgten dabei immer wieder für regen Ausweichverkehr. Die Anrainerorte und Landesstraßen kamen zum Erliegen. Die bisherigen Abfahrtssperren für den Transitverkehr brachten keine gewünschten Verbesserungen.
Daher greifen das Land Salzburg und der Autobahnbetreiber Asfinag ab heute zu drastischeren Maßnahmen. Zwischen 7.30 Uhr und 17 Uhr werden die Abfahrten in Kuchl und Golling komplett gesperrt – in Golling auch die Auffahrt.
Selbst Einheimische dürfen nicht mehr abfahren
Sogar Einheimische können nicht mehr wie bisher die Autobahn verlassen, sondern müssen bereits in Hallein von der A10 abfahren. Dort soll gegenüber den vergangenen Jahren viel strenger kontrolliert werden. An der Kuchler Abfahrt werden Sperrgitter aufgestellt.
Die Bürgermeister der A10-Anrainergemeinden sind über die Maßnahme uneins. Dem Versuch wolle man aber eine Chance geben. Sollte es untertags nicht funktionieren, wollen sie die sofortige Aufhebung der Sperren.
Auch beim Rückreiseverkehr geplant
Die Abfahrten werden auch an den beiden kommenden Samstagen gesperrt sein – so zumindest der jetzige Plan. Ab Mitte August gibt es die Sperren auch in die andere Richtung – wenn sich die Urlauber wieder auf den Heimweg machen. Dann wird am Knoten Pongau, Pfarrwerfen und in Werfen gesperrt.
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