Turbulenter Auftakt

Grödig gewinnt nach halbstündiger Unterbrechung

Der Nordliga-Auftakt in Grödig fiel beinahe dem Gewitter zum Opfer. Rund 30 Minuten lang mussten die Kicker in der Kabine ausharren. Am Ende siegte der Ex-Bundesligist zum Saisonbeginn 3:0 gegen St. Johann. Kuchl zitterte sich indes zum Sieg gegen Saalfelden. Wals-Grünau und Seekirchen waren in der Fremde gefordert. 

Nach 23 Minuten wurden zum Auftakt in die Regionalliga Nord gleich Erinnerungen an die Fußball-WM wach. Der Schiedsrichter unterbrach nämlich das Spiel, Grödig als auch St. Johann lief Richtung Trainerbank. Doch der Schreck währte nur kurz, denn der Unparteiische unterbrach das Spiel nicht wegen einer Werbeunterbrechung, sondern aufgrund des aufziehenden Gewitters. Ganze 33 Minuten wartete er in der Folge zu, bis sich die Wetterlage wieder beruhigte.

Ex-Austrianer stellte auf 2:0 für Grödig
Die Pause tat dem Aufsteiger gut, der danach bis zum Pausenpfiff das Spiel kontrollierte und in dieser Phase auch in Führung ging. Patrick Scheibenhofer (45.) netzte ein. Während der Wettergott am Untersberg auch in Hälfte zwei die Regenschleusen offen ließ, änderte das nichts an der Dominanz der Hausherren. Doch auch St. Johann kam etwas besser in die Partie, kam zu der einen oder anderen Chance. Das Tor machte aber Grödig: Alexander Schwaighofer, einer der Aufstiegshelden der Austria, erzielte das verdiente 2:0 (60.).

In der Nachspielzeit sorgte Daniel Leitz (96.) per Elfmeter dann noch für den 3:0-Endstand. „Es gibt viele Sachen, die wir besser machen können. Aber es war wichtig, dass wir mal positiv starten“, freute sich Grödigs Trainer Arsim Deliu. „Wir werden uns aber schon noch stark steigern müssen.“ Was sein Team in der Gewitter-Unterbrechung machte, um danach so stark herauszukommen? „Wir haben einfach ein paar Sachen angesprochen und das haben sie dann besser umgesetzt.“

Erstes Spiel, erster Sieg: Kuchl rang am Freitag Saalfelden nieder.
Erstes Spiel, erster Sieg: Kuchl rang am Freitag Saalfelden nieder.(Bild: Adi Aschauer)

Richtig zittern musste indes Kuchl. Die Tennengauer hatten zum Saisonauftakt Pinzgau zu Gast und gingen früh mit 1:0 in Führung, weil Saalfeldens Nzeusse Djaleu (4.) den Ball ins eigene Tor ablenkte. Danach wurde es vogelwild: Erst glich Alexander Wangler (14.) per Distanzschuss aus, dann garnierte Dominik Lechner (17.) einen starken Kuchler Angriff – 2:1.

Kuchl zitterte sich zum Nordliga-Start zu drei Punkten
Für den erneuten Ausgleich war Philipp Zehentmayr (36.) verantwortlich, der vom Punkt zum 2:2 einschob. Lukas Brückler (42.) antwortete wenige Augenblicke später mit dem 3:2. Nach dem Seitenwechsel legten die Gäste alles auf die Waagschale und drückten die Hausherren in die eigene Hälfte.

Die Mannschaft von Cheftrainer Thomas Hofer erzitterte sich am Ende aber doch den Dreier. „Wir haben ihnen die Tore eigentlich geschenkt. Am Ende muss man sagen, dass wir hauptsache die drei Punkte haben."

Keine Reise wert war die eineinhalbstündige Busfahrt für Seekirchen nach Steyr. Die Wallerseer mussten sich beim Ex-Bundesligisten mit 0:2 geschlagen geben. Dabei kam man durch Leitenstorfer (verpasste einen Querpass) und Neumayr (Stange) einem Torerfolg durchaus nahe, nach der Pause vergaben Kauba und Aigner. Das 0:1 aus kürzester Distanz besorgte mit Markus Wallner just ein Salzburger (29.). Im Finish besorgte ein strittiger Foulelfer den Endstand (91.). „Wir haben die erste Hälfte verschlafen, mit zu wenig Selbstvertrauen gespielt. Das reicht dann halt nicht gegen eine Mannschaft, die vorne mitspielen kann“, resümierte Trainer Mario Lapkalo. Schrecksekunde: Fabian Neumayr zog sich bei einem Crash mit einem Gegenspieler einen Brummschädel zu. Scheinbar ging die Situation noch glimpflich aus.

Wals-Grünau holt in der Nordliga einen Punkt
Gleich zwei Stunden war indes Wals-Grünau Richtung tschechische Grenze unterwegs. Und ging bei Bad Leonfelden/Schenkenfelden gar in Führung. Neuzugang Sebastian Müller traf mit Köpfchen nach Corner (42.). Nach Seitenwechsel glichen die Heimischen jedoch alsbald per Elfmeter aus (53.). „Es war ein Spiel mit offenem Visier von beiden Seiten. Am Ende waren es gefühlt zwei verlorenen Punkte“, meinte Coach Bernhard Huber-Rieder.

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