Für die Einsatzkräfte in Traun (OÖ) begann das Jahr 2026 mit einem schwierigen Brandeinsatz. Ein 23-jähriger Ungar aus Linz soll mit einer fehlgeleiteten Rakete in der Silvesternacht ein ganzes Wohnhaus abgefackelt haben. Aktuell gibt es aber einen juristischen Disput um die Zuständigkeit.
Es ist inzwischen sieben Monate her, dass eine fehlgeleitete Feuerwerksrakete in Traun ein gesamtes Mehrparteienhaus in Brand gesetzt hatte. Ein 23-jähriger Ungar aus Linz konnte – auch wegen eines Handyvideos – als mutmaßlicher Täter identifiziert werden.
Mieter verloren ihr Zuhause
Der junge Mann war in der Silvesternacht in Traun zu Besuch, schoss mehrere Feuerwerkskörper in den Himmel. Eine landete dabei auf dem obersten Balkon des Hauses, von wo aus die gesamte Dachkonstruktion Feuer fing. Die Mieter verloren ihr Zuhause, konnten erst vor Kurzem zurückkehren.
Freiheitsstrafe bis zu ein Jahr
Der Schütze zeigt sich grundsätzlich geständig, bestreitet aber, die Rakete bewusst in die Richtung des Hauses geschossen zu haben. Er wurde jedenfalls wegen fahrlässiger Herbeiführung einer Feuersbrunst angezeigt. Im Falle einer Verurteilung droht dem Angeklagten eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe mit bis zu 720 Geldsätzen. Bis zu einer möglichen Strafe dürfte es aber noch ein wenig dauern, denn aktuell ist noch unklar, vor welchem Gericht sich der Verdächtige verantworten muss.
Die Staatsanwaltschaft Linz hätte dafür das Bezirksgericht Traun vorgesehen. Dort sieht man sich jedoch unzuständig. Laut dortiger Meinung ist eine Qualifikation erfüllt, die einen höheren Strafrahmen zulassen würde. „Grundsätzlich wird alles, was eine Strafdrohung von mehr als einem Jahr hat, im Landesgericht verhandelt“, bestätigt ein Mediensprecher des LG Linz.
Drei-Richter-Senat muss Entscheidung treffen
Doch nun hat die Staatsanwaltschaft Linz Beschwerde gegen das Bezirksgericht Traun eingebracht. Ein Drei-Richter-Senat des Landesgerichts Linz wird in einer nicht öffentlichen Sitzung entscheiden, wo der Prozess gegen den Brandstifter stattfinden soll.
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