Anhaltende Trockenheit und Hitze werden in Oberösterreich zu immer größerem Problem. Am Freitag purzelten auch einige Hitze-Rekorde. Mittlerweile sind Bäche ausgetrocknet und Wälder fangen Feuer. In Grieskirchen half eine Wassersparverordnung beim Sparen.
Am Freitag um 15.30 Uhr war es so weit: In Weyer kletterte das Thermometer auf 39,6 Grad – so heiß war es in OÖ noch nie. Auch bei den Messstationen in Linz (38 Grad), Braunau/Ranshofen (37,9) und Hörsching (37,8) wurden Höchstwerte aufgestellt.
Hitze und Dürre stellen das Land vor Herausforderungen: „Wir müssen lernen, mit dem kostbaren Gut Trinkwasser noch sorgfältiger umzugehen. Das waren wir in Österreich so noch nicht gewöhnt. Doch man muss kein Hellseher sein, um zu wissen, dass das auch in Zukunft ein großes Thema sein wird“, sagt Maria Pachner, die Bürgermeisterin von Grieskirchen.
Verordnung half der Gemeinde
In ihrer Stadt gilt bereits seit einem Monat eine Wassersparverordnung. Diese sei von der Bevölkerung verständnisvoll aufgenommen worden. Die Verordnung half der Gemeinde merklich, Wasser zu sparen und Brunnenstände zu stabilisieren. War zuvor ein täglicher Wasserverbrauch von 1600 Kubikmetern normal, kann man mittlerweile 200 bis 300 Kubikmeter pro Tag einsparen. Anders zeigt sich die Situation in Traun. Dort liegt der Verbrauch aktuell bei 7300 Kubikmetern pro Tag und damit deutlich über den bisherigen Sommerspitzen von rund 6000.
Verbote sind das letzte Mittel
„Sollte der Wasserverbrauch in den kommenden Tagen nicht deutlich zurückgehen, sind ernsthafte Versorgungsengpässe nicht auszuschließen. Verbote und Nutzungseinschränkungen sind für die Stadt stets das letzte Mittel“, so die Stadtgemeinde. In Traun, Wels und im Linzer Stadtpark wurde am Freitag auch die Ozon-Informationsschwelle überschritten.
Wie wichtig eine ausreichende Wasserreserve ist, zeigte sich am Donnerstag bei einem Waldbrand in Weyer. Im Ortsteil Unterlaussa brannten 5000 Quadratmeter Wald, die in mühsamer Arbeit gelöscht werden mussten. Am Freitag waren die Wehren zudem bei Feldbränden in Ottnang am Hausruck oder in Alberndorf/Riedmark gefordert.
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