Eine Rakete verursachte in der Silvesternacht im oberösterreichischen Traun ein Feuer in einem Mehrparteienhaus. Das Gebäude wurde unbewohnbar, musste saniert werden. Doch bald können Mieter zurück.
Es war eine einzige fehlgeleitete Rakete, die in Traun für einen Albtraumstart ins Jahr 2026 gesorgt hatte. 50 Bewohner eines Wohnblocks wurden dort binnen Sekunden obdachlos, verloren zum großen Teil ihr Hab und Gut. Wie berichtet, schlug kurz nach Mitternacht eine Rakete im obersten Stockwerk ein und setzte die gesamte Dachkonstruktion in Brand. Ein Großaufgebot der Feuerwehr brachte die Flammen schließlich unter Kontrolle.
Mieter mussten raus
Durch das Feuer und das viele Löschwasser wurde aber das gesamte Mehrparteienhaus stark in Mitleidenschaft gezogen, das ganze Gebäude ist seither behördlich gesperrt. Während die beauftragten Firmen sofort mit Renovierungsmaßnahmen begonnen hatten, wurden die betroffenen Mieter in Übergangswohnungen sowie bei Freunden oder Familie untergebracht.
Die Wohnungen im Erdgeschoß wurden innerhalb von nicht einmal 24 Stunden nach Einlangen des Ansuchens von der Stadt Traun freigegeben.

Karl-Heinz Koll, Bürgermeister Traun
Bild: Horst Einöder/Flashpictures
Über 20.000 Arbeitsstunden
Im Rahmen der aufwendigen Sanierungsarbeiten – bis jetzt wurden bereits über 20.000 Arbeitsstunden durch die beteiligten Firmen und Mitarbeiter geleistet – standen Dachdecker- und Zimmerarbeiten, Abbrucharbeiten, Fenstertausch, Malerarbeiten und sämtliche Installationsarbeiten am Tagesprogramm.
Erdgeschoß wieder bewohnbar
Jetzt gibt es für die leidgeplagten Brandopfer aber erstmals gute Nachrichten. „Die Sanierung der Wohnungen im Erdgeschoß ist fertiggestellt, die Mieter können ab Juni zurückkehren“, informierte die zuständige Baureform-Wohnstätte. Nachdem auch von Bürgermeister Karl-Heinz Koll (ÖVP) die Teilbenutzungsgenehmigung erteilt wurde, steht der Rückkehr der ersten sechs Parteien nichts mehr im Wege.
Bis September ganz fertig
Die Mieter aus dem ersten und zweiten Obergeschoss sollen Anfang Juli in ihre Wohnungen zurückkehren können und die restlichen Mieter aus dem obersten Stockwerk sollen bis September wieder nach Hause dürfen. Aber nicht alle wollen überhaupt wieder in das Trauner Mehrparteienhaus zurück. Drei Mieter haben sich eine neue Wohnung gesucht und sind mittlerweile auch bei der Baureform fündig geworden.
Bis zu einem Jahr Haft
Ebenfalls rasch fündig wurde die Polizei bei der Suche nach dem Verantwortlichen. Ein 23-jähriger Ungar aus Linz konnte auch aufgrund von Handyvideos ausgeforscht werden und muss sich wegen des fahrlässigen Herbeiführens einer Feuersbrunst am Bezirksgericht Traun verantworten. Dem jungen Mann droht im Falle eines Schuldspruchs eine Haftstrafe von bis zu einem Jahr.
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