Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner und Landesrat Markus Klien begrüßen zwar die Verlängerung des Grundwehrdienstes, warnen aber gleichzeitig vor einem Ungleichgewicht im Vergleich zum Zivildienst und fordern eine sofortige Anpassung.
Die Bundesregierung reformiert bekanntlich den Grundwehrdienst. Zukünftig gilt ein 6+3-Modell: Sechs Monate Grundausbildung werden durch drei weitere Monate Ausbildung ergänzt. Ein Teil davon findet als Truppenübung direkt danach statt, der Rest wird als Milizübung innerhalb von zehn Jahren absolviert. Im Zuge der Reform werden auch die finanziellen Leistungen und der Urlaubsanspruch für Grundwehrdiener erhöht.
Wichtiger Schritt für die Sicherheit
Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) und Sicherheitslandesrat Markus Klien (FPÖ) begrüßen die Verlängerung des Grundwehrdienstes ausdrücklich. Angesichts der sicherheitspolitischen Herausforderungen sei dies ein überfälliger und richtiger Schritt für ein leistungsfähiges Wehrsystem in Österreich. Entscheidend sei nun, wie das neue Modell in der Praxis konkret umgesetzt wird. Man werde die Ausgestaltung konstruktiv begleiten.
Dass der Grundwehrdienst nun verlängert wird, ist grundsätzlich positiv und war überfällig.
Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP)
Warnung vor Ungleichgewicht beim Zivildienst
Einen großen Kritikpunkt hat Wallner allerdings ausgemacht: Durch die Reform verschiebe sich das bisherige Verhältnis von 2:3 zwischen Wehr- und Zivildienstdauer auf 1:1 – also zulasten der Soldaten. Somit sei auch mit einem weiteren Anstieg der Zivildienstanmeldungen zu rechnen.
Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass die zusätzlichen zwei Monate Zivildienst zunächst freiwillig sind und erst unter bestimmten Voraussetzungen ab 2028 automatisch verpflichtend werden. Wallner ist das viel zu vage: „Wenn der Wehrdienst länger dauert, sollte das auch beim Zivildienst nachvollzogen werden – und zwar nicht erst über einen Automatismus im Bedarfsfall, sondern von Beginn an.“
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.