Laut der AK-Studie "Überfordert durch den Arbeitsweg?" empfinden fünf von zehn Frauen und vier von zehn Männern das tägliche Pendeln als Belastung. Wer mehr als 90 Minuten für die Anreise zum Arbeitsplatz braucht, klagt bereits in der Früh über Zeitdruck und Übermüdung. Bahn- und Bus-Pendler leiden häufig an Erschöpfung, die sie in langen Fahrzeiten, langem Warten oder häufigem Umsteigen begründet sehen.
Am meisten gestresst zeigten sich aber Arbeitnehmer, die täglich mit dem Auto zur Arbeit fahren. 39 Prozent gaben an, auf dem Weg ins Büro "eher hohen Stress" zu spüren. Bahn- und Bus-Nutzer waren zu 31 Prozent sehr gestresst, U-Bahn- und Bus-Benutzer in Wien zu 19 Prozent und Fußgänger bzw. Radfahrer zu insgesamt 16 Prozent.
"Starke Belastungen können zu Bluthochdruck, Schweißausbrüchen und Konzentrationsmangel führen. Und am Abend sind Pendler oft müde, inaktiv, verschlossen und können ihre Freizeit nicht genießen", sagte Sylvia Leodolter, Leiterin der AK-Verkehrsabteilung in Wien. "Deshalb fordern wir barrierefreie Arbeitswege." Konkret verlangt die AK eine verbesserte Abstimmung aller Verkehrsmittel aufeinander, ausreichende Park&Ride-Anlagen sowie bessere und schnellere Informationen über Verspätungen der "Öffis".
In diesen Fragen sei der Bund zuständig. Leodolter: "Der öffentliche Nahverkehr muss eine Kernkompetenz des Bundes sein. Die Veranwortung darf nicht auf die Länder abgeschoben werden."
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.