Haus in Flammen

Gaffer-Drohne störte Polizeieinsatz bei Brand

Salzburg
28.07.2026 07:00

Ausgerechnet den Brand eines Wohnhauses suchten sich Unbekannte aus, um ihre Drohne am Sonntagabend in Bramberg (Salzburg) steigen zu lassen. Das verspätete den geplanten Flug einer Polizeidrohne, die aufgrund der Kollisionsgefahr vorerst nicht in die Luft gehen konnte. Vermutet werden technikaffine Gaffer ...

Erst als die Unbekannten mit ihrer Drohne wegflogen, konnte die Polizei das eigene Flugobjekt steigen lassen. „Der Einsatz wurde behindert. Die Besitzer der fremden Drohne konnten nicht ausfindig gemacht werden“, heißt es seitens der Polizei auf „Krone“-Anfrage. Die Beamten gehen davon aus, dass es sich um Schaulustige gehandelt hat. 

„Es ist wichtig, niemals Einsätze aufgrund von Sensationsgier zu stören“, sagt Manuel Schmiederer, Einsatzleiter der Freiwilligen Feuerwehr Bramberg. Während die Polizei darauf wartete, ihre Luftunterstützung starten zu können, waren die Feuerwehrleute bereits auf dem Dach des Hauses und mit vollem Atemschutz im Innenangriff. 

Die weithin sichtbare Rauchsäule dürfte auch Schaulustige mit einer Drohne angelockt haben.
Die weithin sichtbare Rauchsäule dürfte auch Schaulustige mit einer Drohne angelockt haben.(Bild: Freiwillige Feuerwehr Neukirchen)

„Bei der Anfahrt haben wir schon eine starke Rauchwolke und Flammen aus dem Dachstuhl gesehen und sofort Alarmstufe 2 ausgelöst“, so Schmiederer. Mit Unterstützung aus Neukirchen am Großvenediger und aus Mittersill waren knapp 100 Feuerwehrleute im Einsatz.

Zudem waren auch die Polizei, die Rettung und ein Feuerwehrarzt vorsorglich mit dabei. „Das Zusammenspiel hat sehr gut funktioniert. Vor allem unsere Gemeinschaftsübungen bewähren sich bei solchen Einsätzen“, so Schmiederer.

Nach knapp einer Stunde konnte das „Brand Aus“ gegeben werden. Laut Polizei lösten Aschereste eines Grills das Feuer aus. Diese dürften in einem Kunststoffeimer entsorgt worden sein, der sich daraufhin entzündete. 

Für die Feuerwehr selbst war die Drohne bei diesem Einsatz nicht im Weg. Das Problem der Schaulustigen kennt aber auch der Einsatzleiter: „Heutzutage greifen diese auch auf moderne Technik zurück.“ 

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