Finanzminister Markus Marterbauer ist an Krebs erkrankt – diese Diagnose hat er am Montag bekannt gegeben. Der 61 Jahre alte Oberösterreicher will seine Arbeit dennoch fortsetzen.
„In Österreich leben deutlich über 400.000 Menschen mit einer Krebsdiagnose. Seit Kurzem bin ich einer davon“, erklärte der Minister. „Es handelt sich bei meiner Diagnose um ein Lymphom. Eine Erkrankung, die in den letzten Jahren dank umfangreicher Forschung und des guten österreichischen Gesundheitssystems sehr gute Heilungschancen aufweist“, so Marterbauer. Wichtig sei, dass er „unmittelbar eine entsprechende Therapie“ beginne. Er werde bereits ab Montag im AKH Wien behandelt.
Ein Lymhom ist eine bösartige Tumorerkrankung des lymphatischen Systems – umgangssprachlich wird es oft als „Lymphdrüsenkrebs“ bezeichnet. Bei dieser Erkrankung vermehren sich weiße Blutkörperchen unkontrolliert und entarten.
Lymphome machen sich häufig durch geschwollene Lymphknoten bemerkbar. Dazu können allgemeine Beschwerden wie Fieber, sehr starkes Schwitzen oder Gewichtsverlust auftreten.
Marterbauer will Aufgaben weiterhin nachkommen
Die Therapie werde in den kommenden drei Monaten stattfinden – seine Aufgabe und Funktion als Finanzminister werde er dennoch „voll nachkommen“ betonte Marterbauer. „Die Therapieeinheiten werden zusätzliche Termine in meinem dienstlichen Kalender sein und deshalb bisweilen zur Verschiebung des einen oder anderen Termins führen“, erklärte der Minister.
Marterbauer spricht von „emotionaler Belastung“
Die Diagnose sei „eine emotionale Belastung für meine Familie, meine Freundinnen und Freunde, meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, erklärt der Finanzminister weiter. Er fühle sich jedoch von seinem behandelnden Arzt und dessen Team „hervorragend aufgehoben und betreut“, betonte der SPÖ-Politiker.
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