Nach jahrelanger Kritik und hitzigen Debatten ist die Entscheidung gefallen: Die UNESCO hat Wien von ihrer roten Liste der gefährdeten Welterbestätten gestrichen. Ausschlaggebend war die Entwicklung rund um das umstrittene Heumarkt-Projekt.
Das Welterbekomitee fasste den Beschluss nach einer langen Debatte im Rahmen seiner 48. Tagung im südkoreanischen Busan. Das Historische Zentrum Wiens war seit 2017 auf der Liste der gefährdeten Welterbestätten geführt worden. Grund dafür war das geplante Bauprojekt am Heumarkt.
Heumarkt-Projekt mehrfach verkleinert
Das Vorhaben des Investors Michael Tojner und seiner Wertinvest sah ursprünglich ein bis zu 73 Meter hohes Gebäude vor. Nach mehreren Überarbeitungen wurde das Projekt deutlich verkleinert. Die zuletzt 2023 präsentierte Variante sieht eine maximale Gebäudehöhe von 49,95 Metern vor.
UVP steht noch aus
Die aktuelle Planung muss allerdings noch eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) durchlaufen. Erst vor wenigen Tagen hatte zudem der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) eine außerordentliche Revision gegen das Projekt abgewiesen.
Mit dem Beschluss des Welterbekomitees endet für Wien nun der seit 2017 bestehende Status als gefährdete Welterbestätte.
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