Nach wochenlanger Jagd

Hochgiftige Schlange entpuppt sich als KI-Fake

Ausland
27.07.2026 11:38
Porträt von krone.at
Von krone.at

Mitte Juli herrschte Aufregung in der deutschen Kleinstadt Linz am Rhein: Die Polizei warnte die Bevölkerung vor einer hochgiftigen Korallenotter. Nach Wochen der ergebnislosen Suche stellte sich jetzt heraus: Das Foto der Schlange war höchstwahrscheinlich eine mit KI erstellte Fälschung.

Für die Behörden stand fest: Auf dem Bild, das ein Bürger am 10. Juli geschickt hatte, ist eine Korallenotter gesehen. Die Bevölkerung von Linz am Rhein im Bundesland Rheinland-Pfalz wurde daraufhin gewarnt. Bei einer Begegnung solle man Abstand zu dem Reptil halten und den Notruf wählen. 

Biss kann tödlich sein
Denn bei der Korallenotter handelt sich um eine hochgiftige Schlange. Ihr Biss kann tödlich sein, da das Gift die Atemwege lähmen kann. Sie gilt allerdings nicht als aggressiv.

Anfangs herrschte Aufruhr. Die Behörden zogen einen Reptilienexperten hinzu, der das Tier einfangen sollte. Das Spital in Linz bereitete sich für den Fall eines Schlangenbisses vor, berichtete der „Merkurist“.

Wochenlang keine Spur
Nach tagelanger Schlangenjagd wurde das Tier aber kein weiteres Mal gesichtet. Erste Zweifel an der Echtheit des ursprünglichen wurden laut. Auch Experten der Polizei konnten aber nicht abschließend klären, ob es sich um eine mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellte Fälschung handelt.

Erst nach knapp zwei Wochen wurde die Lage neu bewertet. Das ursprüngliche Beweisfoto wurde genauer untersucht. Dabei stellte Fachleute fest, dass das Bild starke KI-typische Merkmale aufweist, etwa digitale Wasserzeichen und Unstimmigkeiten im Hintergrund. Schlussendlich wurde das Foto als Fälschung eingestuft und die Polizei beendete den wochenlangen Alarm.

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