Lage spitzt sich zu

„Maritimer Terrorismus“: Houthi-Ziele angegriffen

Ausland
25.07.2026 09:08
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nach einem Angriff auf ein Schiff im Roten Meer hat die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition Luftangriffe auf Ziele im Jemen geflogen. Sie macht die vom Iran unterstützte Houthi-Miliz verantwortlich für die Attacke auf das unter saudi-arabischer Flagge fahrende Schiff und wirft ihr „maritimen Terrorismus“ vor. 

Ziel der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition seien „legitime militärische Ziele“ der Houthi in der jemenitischen Provinz Hodeidah gewesen, die mit der Bedrohung des Schiffsverkehrs im Roten Meer in Verbindung stünden, erklärte Koalitionssprecher Turki al-Maliki. Die inzwischen abgeschlossene Militäraktion sei verhältnismäßig gewesen und habe die Einsatzziele erreicht. 

Houthi-nahe Medien hatten zuvor Luftangriffe in der Hafenstadt Hodeidah gemeldet. Anrainer berichteten der Deutschen Presse-Agentur von mehreren Luftangriffen und Explosionen in der Umgebung des Hafens. Über dem Gebiet seien Flammen und dichte Rauchwolken aufgestiegen.

„Du wirst ertrinken im Meer iranischer Vergeltung“, ist auf diesem Plakat zu lesen.
„Du wirst ertrinken im Meer iranischer Vergeltung“, ist auf diesem Plakat zu lesen.(Bild: EPA/ABEDIN TAHERKENAREH)

„Bleibt nicht ungestraft“
Ein Houthi-naher TV-Sender bezeichnete die Angriffe als „saudi-arabische Aggression“. Die Angriffe auf zivile Ziele würden „nicht ungestraft bleiben“, zitierte die von der Miliz kontrollierte Nachrichtenagentur Saba deren Mitteilung. Laut dem iranischen Sender Press TV folgten in der Nacht auf Samstag Gegenangriffe der Houthi in Saudi-Arabien. Demnach gab es unter anderem Explosionen in der Hafenstadt Yanbu. Auch die Küstenstadt Jisan soll mit Raketen attackiert worden sein.

Das Liniendiagramm zeigt die Entwicklung des Ölpreises der Nordseesorte Brent seit Jahresbeginn in US-Dollar je Barrel. Der Preis steigt ab März deutlich an, nach dem Beginn des Iran-Kriegs. Am 23. Juli liegt der Ölpreis über 100 US-Dollar. Quelle: APA.

Angriff auf Schiff im Roten Meer
Zuvor war es im Roten Meer erneut zu einem Angriff auf ein unter saudi-arabischer Flagge fahrendes Schiff gekommen. Dabei sei der Rumpf der „NCC Masa“ leicht beschädigt worden, berichtete die staatliche saudi-arabische Nachrichtenagentur SPA.

In der Nacht auf Donnerstag war bereits der saudi-arabische Öltanker „Encelia“ angegriffen worden, woraufhin an Bord ein Feuer ausbrach. Die schiitischen Houthi reklamierten zwei Angriffe auf Öltanker des sunnitischen Königreichs für sich. Die von Teheran unterstützte Miliz hatte vergangene Woche auch einen saudi-arabischen Flughafen angegriffen.

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