797 Unternehmen sind im ersten Halbjahr 2026 im Ländle neu gegründet worden – nur im Rekordjahr 2025 waren es mehr. Trotz dieser erfreulichen Statistik mahnt die Wirtschaftskammer dazu, die Rahmenbedingungen weiter zu verbessern.
Vorarlberg bleibt ein Land der Gründerinnen und Gründer. Im ersten Halbjahr 2026 wurden insgesamt 797 Unternehmen neu gegründet. Damit bewegt man sich auf dem Level des Jahres 2025. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2025 sind 809 Unternehmen gegründet worden. „Dass Vorarlberg das außergewöhnlich hohe Niveau nach dem Rekordjahr 2025 halten kann, zeigt, dass der Unternehmergeist im Land ungebrochen ist“, freut sich Karlheinz Kopf, Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg. „Gründerinnen und Gründer bringen Innovationen hervor, schaffen Arbeitsplätze und übernehmen Verantwortung.“
Dass Vorarlberg das außergewöhnlich hohe Niveau nach dem Rekordjahr 2025 halten kann, zeigt, dass der Unternehmergeist im Land ungebrochen ist.
Karlheinz Kopf, Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlber
Schnellere Verfahren, mehr Flexibilität und Sicherheit
Um diese Dynamik zu erhalten, brauche es allerdings auch die entsprechenden Rahmenbedingungen. Konkret fordert die Wirtschaftskammer einen digitalen One-Stop-Shop für eine einfache und rasche Unternehmensgründung, einen Beteiligungsfreibetrag zur Mobilisierung von privatem Kapital sowie eine Arbeitslosenversicherung für Selbstständige im Opting-in-Modell.
Gründen aus Überzeugung
Die Entscheidung für die Selbstständigkeit wird nach wie vor in erster Linie aus Überzeugung getroffen. Zu den wichtigsten Motiven zählen der Wunsch nach mehr Flexibilität in der Zeit- und Lebensgestaltung, die Möglichkeit, die eigene Chefin oder der eigene Chef zu sein, sowie der Wunsch nach mehr Eigenverantwortung. Der Frauenanteil bei den Neugründungen lag im ersten Halbjahr 2026 bei 42,5 Prozent, das Durchschnittsalter der Gründerinnen und Gründer betrug 36,6 Jahre.
Gewerbe und Handwerk bleibt stärkste Sparte
Die meisten Unternehmensgründungen entfallen weiterhin auf Gewerbe und Handwerk mit einem Anteil von 37,8 Prozent. Dahinter folgen Information und Consulting mit 23,4 Prozent sowie der Handel mit 22,9 Prozent. Besonders dynamisch entwickeln sich in Vorarlberg aktuell die Bereiche Information und Consulting sowie Transport und Verkehr.
Gründerservice als erste Anlaufstelle
Der Schritt in die Selbstständigkeit bringt natürlich zahlreiche Fragen mit sich – von der Gewerbeanmeldung über die Wahl der passenden Rechtsform bis hin zu Finanzierung, Steuern und Sozialversicherung. Das Gründerservice der WKV ist für diese Fragen die erste Anlaufstelle: Allein im ersten Halbjahr 2026 nahmen in Vorarlberg mehr als 360 Personen eine persönliche Gründungsberatung in Anspruch. Überdies besuchten über 240 Interessierte die angebotenen Workshops.
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