In der vergangenen Saison hatte es der SCR Altach zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte bis ins Finale des ÖFB-Cups geschafft. Nun starten Coach Ognjen Zaric und sein Team das nächste Pokalabenteuer. Und müssen dafür gleich wieder richtig weit reisen.
Nur 84 Tage Pause zwischen dem letzten Cupspiel der Vorsaison und dem ersten der neuen Spielzeit hatten die Altacher noch nie. In fast allen Saisonen sind die Rheindörfler schon vor der Winterpause gescheitert.
Die mit dem Finaleinzug entfachte Euphorie ist zwar entschwunden, aber die Spieler erinnern sich besonders gut an die Cup-Reise der letzten Saison, die erst mit dem Finalspiel in Klagenfurt zu Ende ging. Dieses Erlebnis wollen die Vorarlberger unbedingt wiederholen. Der erste Auftritt wird da schon eine ordentliche Herausforderung. 1380 Reisekilometer im Bus sind eine anstrengende Anfahrt. „In Leobendorf erwartet uns eine Mannschaft, die in der Vorsaison in der starken Ostliga eine gute Figur gemacht hat. Wir sind gefordert, ans Maximum zu gehen, um die erste Runde zu überstehen“, sagt Altachs Trainer Ognjen Zaric vor der Partie im Norden von Wien.
Dabei kommen ihm die späten Spielerverpflichtungen nicht unbedingt zugute: „Niehoff und Hrstic sind im Cup noch keine Option für die Startaufstellung, wir werden sie erst im Mannschaftstraining an unsere Spielweise heranführen müssen. Beide machen aber die Reise nach Leobendorf mit“, sagt Zaric. Der – wie schon in den Vorbereitungsspielen – sein System dem Kader anpassen muss. Im Klartext heißt das eine Umstellung von der Dreier- auf eine Viererabwehr. „Das System spielt nicht unbedingt die größte Rolle“, sagt SCRA-Mittelfeldspieler Mike Bähre, „wir sind bei einem Regionalligaklub die Favoriten. Das nehmen wir auch gerne an, müssen die Favoritenrolle aber auch auf den Platz bringen.“
Wichtige Schritte
Vor dem Cupspiel blickte Zaric zurück auf die Vorbereitung, mit der er zufrieden war. „Wir haben wichtige Schritte gesetzt, um schon zu Beginn gut in Form zu sein. Alle ziehen gut mit.“ Für den Coach ging es darum, die neuen Spieler möglichst schnell mit den Eigenheiten des Altacher Spiels vertraut zu machen. „Eine besondere Rolle übernehmen dabei die erfahrenen Akteure. Wir sind auf dem Platz dafür verantwortlich, die Neuankömmlinge zu führen und ihnen im Spiel zu helfen“, sagt Bähre. Heute ist das noch keine Challenge: Mit Böckle läuft nur ein einziger Neuling auf.
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