Wirtschaft

Firmengründungs-Rekord im Ländle

Vorarlberg
29.01.2026 15:10
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Vorarlberg erlebte im vergangenen Jahr ein echtes Gründerhoch: Für 1491 neue Unternehmen wurde der Grundstein gelegt – ein Plus von 15,8 Prozent gegenüber 2024. 

„Diese Rekordzahlen sind ein starkes Signal für Vorarlberg als Wirtschaftsstandort“, sagt Karlheinz Kopf, Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg. Mit dem Plus von knapp 16 Prozent bei den Neugründungen liegt das Ländle auch deutlich über dem Österreichschnitt von 9,4 Prozent. Mit einem Frauenanteil von 51,4 Prozent weist Vorarlberg 2025 den höchsten Anteil an Gründerinnen auf. Die Erfolgszahlen aber sind kein Selbstläufer. Nachdem das WIFO vor einigen Jahren eine stärkere Gründungsdynamik im Ländle eingefordert hatte, wurden gezielt Strukturen aufgebaut und weiterentwickelt: Mit dem Gründerservice der Wirtschaftskammer Vorarlberg sowie der gemeinsam mit dem Land gegründeten Start-up Vorarlberg GmbH stehen zwei starke Säulen zur Verfügung. Initiativen, die heute in der Postgarage in Dornbirn zusammenlaufen, bündeln zudem Know-how, Beratung und Vernetzung an einem Ort.

Selbstständigkeit und Eigenverantwortung
Die Motive für den Schritt in die Selbstständigkeit sind auch 2025 klar chancengetrieben: Viele Gründer sehen darin vor allem die Möglichkeit, ihr eigener Chef zu sein, ihre Zeit- und Lebensgestaltung flexibler zu gestalten und mehr Eigenverantwortung zu übernehmen. Gleichzeitig zeigen sich weiterhin strukturelle Hürden: 29,5 Prozent der Gründer nennen Sozialversicherung, Steuern und Abgaben als größte Herausforderung, gefolgt von rechtlichen Anforderungen und Amtswegen (23 Prozent).

„Gerade deshalb ist es wichtig, Gründer frühzeitig zu begleiten und ihnen Sicherheit zu geben“, erklärt Matthias Frieß, Leiter des Gründerservice der Wirtschaftskammer Vorarlberg. „Die starke Nachfrage nach unseren Beratungen unterstreicht, welch zentrale Rolle persönliche Unterstützung und Orientierung in der heutigen Zeit spielen.“ Die Rekordgründungszahlen spiegeln sich auch im Servicebedarf wider: 680 persönliche Gründungsberatungen, 437 Workshop-Teilnehmer und 763 begleitete Gewerbeanmeldungen im Jahr 2025 unterstreichen die zentrale Rolle des Gründerservice.

Um den Gründerboom nachhaltig abzusichern, fordert Karlheinz Kopf weiterhin gezielte Reformen: „Wir brauchen eine durchgängige digitale Unternehmensgründung, einen Beteiligungsfreibetrag von mindestens 100.000 Euro, die Anhebung der Kleinunternehmergrenze auf 85.000 Euro und die rasche Umsetzung des angekündigten rot-weiß-roten Dachfonds.“

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