Plötzlich gerieten Möbel und Gebäude ins Wanken: Ein Erdbeben hat am Freitagabend im Raum Feldkirch in Vorarlberg für spürbare Erschütterungen gesorgt. Zahlreiche Bewohner bemerkten das kurze Beben, das laut Österreichischem Erdbebendienst (GeoSphere Austria) um 18.33 Uhr registriert wurde. Die Magnitude wurde vorerst mit 2,8 angegeben.
Das Epizentrum lag rund 5,2 Kilometer südsüdöstlich von Feldkirch. Die Erschütterungen waren laut GeoSphere Austria in der näheren Umgebung teilweise deutlich wahrnehmbar.
Leichte Schäden möglich
Bei einer Magnitude von 2,8 könne es vereinzelt zu leichten Schäden wie Rissen im Verputz kommen, teilte der Erdbebendienst mit. Hinweise auf Verletzte oder Schäden lagen zunächst jedoch nicht vor.
Auch auf der Plattform „Volcano Discovery“ gingen zahlreiche Berichte aus der Bevölkerung ein. Bis 20.30 Uhr wurden dort 49 Wahrnehmungen gemeldet. Die meisten Meldungen kamen aus Rankweil (neun), Frastanz (sieben) und Feldkirch (vier).
Bewohner berichten von starkem Rumpeln
Mehrere Augenzeugen schilderten die Erschütterungen als überraschend deutlich. „Das ganze Haus hat gewackelt und es war ein Rumpeln zu hören“, berichtete eine Person aus Feldkirch.
Aus Frastanz meldete ein Bewohner: „Wir sind leicht zur Seite gekippt und wieder zurück. Hat sich angefühlt, als wäre etwas in ein Gebäude gekracht. Hat sich angehört wie eine Sprengung in der Nähe.“
Eine weitere Meldung aus Frastanz sprach von „zwei dumpfen Schlägen“. Die erste Vermutung sei gewesen, dass sich jemand auf einer Baustelle mit einer Sprengung verschätzt habe. Das Beben ereignete sich am selben Abend, an dem auch vom Semmering ein Erdbeben gemeldet wurde.
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