Rubio: „Neue Ideen“

Trump wird Selenskyj am Dienstag empfangen

Außenpolitik
24.07.2026 18:14
Porträt von krone.at
Von krone.at

US-Präsident Donald Trump wird am kommenden Dienstag den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus empfangen. Das teilten sowohl ein US-Regierungsbeamter als auch Selenskyjs Büro mit. Am Donnerstag hatten die Außenminister Russlands und der USA bei einem Treffen in Manila kurz über den Krieg in der Ukraine gesprochen.

Wie berichtet, hatte US-Außenminister Marco Rubio gesagt, dass für Fortschritte auf dem Weg zu einem Frieden „neue Vorschläge und neue Ideen nötig“ seien. Zudem verwies er auf schwere russische Verluste und das Leid der ukrainischen Bevölkerung. Beide Seiten hätten daher ein Interesse, den seit mehr als vier Jahren andauernden Krieg zu beenden. Das Gespräch mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow sei „gut und offen“ gewesen. Das Weiße Haus sei weiterhin bereit, eine Rolle in den Friedensverhandlungen zu spielen. Zuletzt waren die US-Bemühungen aufgrund des Kriegs im Iran in den Hintergrund geraten.

Am Freitag sagten Regierungskreise schließlich, dass US-Präsident Donald Trump am kommenden Dienstag den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu einem Gespräch empfangen werde. Die ukrainische Regierung bestätigte das.

Lawrow: „Erreichen Kriegsziele“
Lawrow sagte unterdessen, dass man die russischen Kriegsziele notfalls auch gegen den Willen der US-Regierung durchsetzen werde. Das Weiße Haus habe seine Haltung bezüglich der Vereinbarung zwischen Trump und Kreml-Chef Wladimir Putin offenbar geändert. Russland habe aber mehrfach gesagt, „dass wir eine diplomatische Lösung vorziehen würden“, ergänzte der Außenminister. Laut ihm hat die ukrainische Führung die russischen Vorschläge abgelehnt, weil sie mit US-Waffenhilfen rechnen konnte. „Natürlich haben wir mehrfach gesagt, dass wir eine diplomatische Lösung vorziehen würden, aber unsere Ziele erreichen wir unter allen Umständen“, stellte Lawrow klar.

Die ukrainischen Behörden haben Russland am Freitag vorgeworfen, einen weiteren Kriegsgefangenen erschossen zu haben. Er sei nach einem Verhör getötet worden, hieß es. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen des Vorwurfs eines Kriegsverbrechens. Laut Fachleuten der Vereinten Nationen wurden auf der russischen Seite seit Kriegsbeginn (2022) fast 130 Kriegsgefangene getötet.

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