„Der Cup hat seinen eigenen Gesetze“, heißt es so oft. Und was wie eine billige Floskel wirkt, für die sich das Phrasenschwein über fünf Euro freut, passiert öfter als gedacht. Denn so manch ein David besiegte in der Vergangenheit den Goliath, stolperten schon zahlreiche Bundesligisten über die Underdogs ...
In der vergangenen Saison 2025/26 erwischte es mit der Wiener Austria und dem GAK gleich zwei Erstligisten. Die „Veilchen“ bissen sich am damaligen Zweitliga-Absteiger Voitsberg die Zähne aus, erstickten damit die nach Platz Drei in der Vorsaison aufgekommen Euphorie direkt im Keim. Dabei lag man nach frühem Rückstand bereits mit 2:1 in Front, gab die Führung leichtfertig aus der Hand und schied zum ersten Mal seit über 25 Jahren in Runde Eins aus.
Früher Rückstand
So weit kam man beim GAK nicht einmal, rannten Maderner und Co. gegen Westligist FC Dornbirn nach einem frühen Elfmetertor von Tamas Herbaly in der sechsten Spielminute quasi über die ganze Spielzeit einem Rückstand hinterher. Nicht das erste Mal, dass die Träume der „Rotjacken“ an den Vorarlbergern scheitern, ließ man drei Jahre zuvor noch den Bundesliga-Aufstieg auf der Birkenwiese liegen...
Doppelte Schmach
Der SCR Altach stolperte in der jüngeren Geschichte des ÖFB-Cups gleich zweimal. 2024 war für Trainer Joachim Standfest und die „Ländle-Kicker“ Ostligist Donaufeld die Endstadion. Die Wiener schickten den SCRA mit einem 0:2 im Gepäck zurück in den Westen. Drei Jahre zuvor scheiterte man in der Steiermark an Kalsdorf, ging gegen den Drittligisten erneut mit 0:2 in Rückstand. Dass Atdhe Nuhiu noch zum Anschluss einköpfte, ändere am frühen Cup-Aus nichts ...
Doppelter Tadic half nichts
2019 ärgerten Toni Polster und seine Wiener Viktoria den TSV Hartberg. Nach dem sensationellen Platz Fünf in der Aufstiegssaison hatten Trainer Markus Schopp und die Steirer einiges vor, wurden im Cup auf den harten Boden der Realität zurückgeholt. Dario Tadic rettete die Hartberger per Doppelpack ins Elfmeterschießen, wo der Underdog nach einem verschossenen Elfer von David Cancola die Überraschung perfekt machte, mit dem Gesamtscore von 7:5 in die zweite Runde einzog.
NÖ-Duo geht unter
2017 leitete der SKN St. Pölten ein unschönes Double ein, was die Admira im darauffolgenden Jahr vollendete. Die Landeshaupststädter scheiterten mit 1:2 bei der Austria aus Klagenfurt, die damals in der Regionalliga Mitte kickten. Die Südstädter unterlagen im Burgenland Neusiedl am See mit 0:1. Unter anderem damals im Kader von Trainer Ernst Baumeister: Emanuel Aiwu und Morten Hjulmand.
Es hat sich ausgeheult
Auch der Wolfsberger AC musste als Bundesligist bereits ein Erstrunden-Aus hinnehmen, unterlag 2016 beim Ostligisten Ebreichsdorf mit 0:1. Prosenik, Wernitznig und Co. blieben in Niederösterreich blass, die Cup-Träume der Elf von Heimo Pfeifenberger verpufften dank des Teams von Goran Djuricin.
Späterer Teamkicker vergibt Elfer
Das letzte Mal, dass der SK Rapid im Cup in Runde eins flog, war 2013. Vor ausverkauftem Haus und über 6.200 Zusehern zwang der damalige Regionalligist LASK die Hütteldorfer ins Elfmeterschießen. Wo ein 19-Jähriger Marcel Sabitzer den entscheidenden Strafstoß vergab, das erste Erstrunden-Aus des SCR seit 2006 heraufbeschwor.
Erstes Mal seit knapp 40 Jahren
Für das letzte Ausscheiden zum Cup-Auftakt des SK Sturm Graz muss man einige Jahre zurückblättern. 2006 gastierten die Steirer zum Lokal-Duell in Kalsdorf. Trainer Franco Foda und Co. ließen gegen den damaligen Landesligisten komplett aus, mussten sich mit 0:1 geschlagen geben. Das erste Aus in Runde eins seit 1968, wo gegen Wacker Wien Schluss war ...
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