Dramatische Szenen in den frühen Morgenstunden in Wien: Ein Flusskreuzfahrtschiff mit rund 200 Menschen an Bord ist am Freitag gegen 4 Uhr bei der Schleuse Freudenau mit voller Wucht gegen die Kaimauer und ein Schleusentor geprallt.
14 Passagiere wurden leicht verletzt. Die meisten Reisenden sollen aus Österreich und Deutschland stammen. Nach ersten Informationen dürften die Menschen durch die heftigen Erschütterungen gestürzt sein. Die Verletzten klagten über Schmerzen im Rücken-, Brust- und Nackenbereich.
Einsatzkräfte sofort vor Ort
Glück im Unglück: Niemand ging über Bord, auch schlug das Schiff nicht leck. „Es gab keine Schwerverletzten, niemand war in kritischem Zustand“, berichtete Rettungssprecher Daniel Melcher. Von den 14 Patienten wurden sechs zur weiteren Behandlung ins Spital gebracht.
Die Einsatzkräfte, darunter die Berufsrettung Wien mit ihrer Sondereinsatzgruppe, wurden gegen 4 Uhr alarmiert. Die Feuerwehr überprüfte zunächst, ob sich möglicherweise Personen im Wasser befanden, und sicherte das Schiff.
Zudem kontrollierten die Einsatzkräfte, ob die heftigen Kollisionen Löcher im Schiffsrumpf verursacht hatten und dadurch Wasser eindringen konnte. Nach den ersten Informationen war das nicht der Fall. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang laufen.
Erinnerung an tödliche Schifftragödie
Der Unfall weckt allerdings Erinnerungen an eine weit schwerere Schiffstragödie an der Freudenau: Am 22. Oktober 1996 verunglückte dort das slowakische Schubschiff „Ďumbier“ (siehe Foto).
Acht Matrosen kamen bei dem Unglück ums Leben, nur ein Besatzungsmitglied konnte schwer verletzt gerettet werden.
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