Großes EM-Team

Enzo Diessl heuer schon Nummer 4 in Europa!

Sport-Mix
24.07.2026 17:03
Porträt von Olaf Brockmann
Von Olaf Brockmann

Vor den Staatsmeisterschaften in Innsbruck an diesem Wochenende zeichnet sich ein Team von zumindest 21 ÖLV-Aktiven für die EM in Birmingham (11. bis 16. August) ab! Hürdensprinter Enzo Diessl ist dabei heuer schon sensationell Nummer 4 in Europa ...

Vier Männer und sechs Frauen, die das Direkt-Limit für diese Titelkämpfe geschafft haben, werden dort auch starten. Hinzu kommen elf Aktive, die derzeit über das Qualifikations-Ranking einen Startplatz haben und diesen kaum noch verlieren dürften. Die besten Chancen, noch auf den EM-Zug aufzuspringen, haben Markus Fuchs (100 m) und Lena Millonig (3000 m Hindernis). Am Sonntag endet der Qualifikationszeitraum für die EM. Ein Überblick:

Viermal in den Top-12
Bei den Männern hatten Hürden-Sprinter Diessl (13,20) und Dreispringer Endiorass Kingley (16,85 m) bereits im Vorjahr die Direkt-Norm geschafft, heuer kamen im Mai Diskuswerfer Lukas Weißhaidinger (67,00) und in der Vorwoche Raphael Pallitsch (1500 m in 3:33,41) hinzu.

Raphael Pallitsch
Raphael Pallitsch(Bild: James Rhodes)

2025 hatten sich bei den Frauen 800-m-Läuferin Caroline Bredlinger (1:58,99), Hürdensprinterin Karin Strametz (12,88) und Marathonläuferin Julia Mayer (2:26:08) direkt für die EM qualifiziert. In dieser Saison folgten ihnen mit ihren Sensations-Rekorden über 100 m Isabel Posch (11,10) und Christania Williams (11,06) sowie über 400 m Hürden Anja Dlauhy (54,80).

In den aktuellen europäischen Jahres-Bestenlisten sind von diesen zehn Qualifizierten Diessl als Vierter (13,25 von Banská Bystrica) und Williams mit ihren 11,06 als Siebente am höchsten gereiht. Posch ist hier Elfte, Anja Dlauhy Zwölfte und Weißhaidinger Dreizehnter (wobei sechs Werfer mit Weiten von Ramona vor ihm liegen).

Krifka als Staffel-Ersatz
Gemäß der am vergangenen Mittwoch aktualisierten Qualifikations-Rangliste, der „Road to Birmingham“, hätten momentan vier weitere Männer und sieben Frauen (inklusive der 4 x 100-m-Staffel) aus Österreich einen EM-Platz sicher.

Niklas Strohmayer-Dangl
Niklas Strohmayer-Dangl(Bild: ÖLV/Gilad Kavalerchik)

Niklas Strohmayer-Dangl (400 m Hürden), Tobias Rattinger (Hindernis) und Andreas Vojta (Marathon) sowie Leni Lindner (100 m), Susanne Gogl-Walli (400 m), Lena Pressler (400 m Hürden), Eva Wutti (Marathon) und Theresia Mohr (Halbmarathon Race Walk) können ihren Starplatz nicht mehr verlieren. Fix ist auch die Sprintstaffel der Frauen, wobei zu Williams, Lindner, Strametz und Posch noch Ersatzläuferin Chrstiane Krifka hinzukommt.

Bei Willi Dibo (26. von 30 zugelassenen Diskuswerfern) und 5000-m-Läuferin Lisa Redlinger (23. von 25) müsste es schon mit dem Teufel zugehen, wenn sie noch aus dem EM-Ranking fliegen sollten.

Fuchs will es wissen
Dicht an einem EM-Platz liegen in der „Road to Birmingham“ Fuchs und Lena Millonig. Österreichs 100-m-Rekordler ist 38. von 36 zugelassenen Sprintern. Er habe „keine Ahnung“ wie schnell er für eine erfolgreiche Qualifikation sein müsste, will gar nicht rechnen, sagt nur: „Mit einem guten Rennen sollte ich dabei sein! Beim 100er kann sich am Schluss viel verschieben, deshalb einfach Vollgas, dann wird’s klappen!“

Markus Fuchs
Markus Fuchs(Bild: lieseprokopmemorial/Wolf Amri)

Millonig liegt ebenfalls zwei Plätze zurück (36. von 34). Aus eigener Kraft kann sie sich nicht mehr verbessern, da die Staatsmeisterschaften im Hindernislauf schon im Rahmen der Track Night Vienna stattgefunden haben. Aber zwei im Ranking vor ihr liegende Läuferinnen verzichten auf die EM, damit wäre sie schon dabei …

Und wer weiß? Vielleicht gibt es in einigen Disziplinen (wie es schon in der Vergangenheit passiert ist) zahlreiche Absagen, sodass Österreicher doch noch in die Teilnehmerfelder aufrücken können – wie zum Beispiel Cass Elliott über 800 m oder Kevin Kamenschak über 5000 m. Denn in der Qualifikations-Rangliste über 5000 m tauchen einige Hindernisläufer und 10.000-m-Asse auf.

Dreimal EM-Verzicht
Auch die Marathonläufer Aaron Gruen und Mario Bauernfeind sowie Victoria Hudson hatten natürlich einen Startplatz für die EM sicher. Sie sagten aber ihre Teilnahme ab. Gruen konzentriert sich auf die Halbmarathon-WM in Kopenhagen im September, Bauernfeind verzichtet wegen Formschwäche. Hudson, Österreichs Speerwurf-Europameisterin, wird wegen ihrer Schwangerschaft ihren Titel in Birmingham nicht verteidigen.

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