Experte: Soforteffekte

Der Staat soll Appetit auf Wertgutscheine machen

Wirtschaft
24.07.2026 07:00

Ob zu Mittag das schnelle Wurstsemmerl vom Fleischhauer oder die Geschenkkarte als Dankeschön zu Weihnachten: Das Geschäft mit den Wertgutscheinen brummt, wird aber unter Wert verkauft. Die Anpassung der Steuerfreibeträge könnte dank mehr Konsum die Wirtschaft ankurbeln.

Der Staat deckelt, was Betriebe ihren Mitarbeitern hier steuerfrei zustecken dürfen: 186 Euro pro Kopf und Jahr bei Geschenken, acht Euro pro Arbeitstag fürs Essen im Lokal, etwa zwei Euro für den Einkauf beim Bäcker.

 Die Summen wurden seit dem Jahr 2020 nicht valorisiert – und durch die Inflation ausgehöhlt. Damals reichten die Beträge noch für ein reguläres Mittagessen, heute viel eher für einen Gang mit Getränk.

Forderung vor dem Sommerministerrat
Kurz vor dem Sommerministerrat wird der Druck erhöht. Für Christian Helmenstein, unter anderem Chefökonom der Industriellenvereinigung, darf’s ruhig ein bisserl mehr sein: 380 statt 186 Euro. 

„Das hätte eine hohe Umwegrentabilität und positive Einnahmeneffekte zur Folge“, erklärt der Experte. Er kalkuliert mit Soforteffekten für die heimische regionale Wirtschaft und ergänzt: „Wir sehen ja, dass der Konsum sonst ohnehin nicht in die Gänge kommt.“ Insbesondere mit Blick aufs Weihnachtsgeschäft.

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