In Innsbrucks Untergrund ist bei diversen Parkautomaten keine Bargeldzahlung mehr möglich. Unter der Leserschaft sorgt das für Kopfschütteln. Der Geschäftsführer eines großen Anbieters klärt auf.
Sie sorgt immer wieder für Diskussionen und teils für Verunsicherung – vor allem unter der älteren Bevölkerung. Die Rede ist von der Abschaffung des Bargeldes. Für Verwunderung und Verärgerung unter der Leserschaft der „Krone“ sorgt diesbezüglich derzeit der Untergrund in der Landeshauptstadt, sprich die Parkgaragen.
Bereits vor rund zwei Wochen beschwerte sich der ehemalige Innsbrucker Gemeinderat Gerald Depaoli in einem seiner Videos auf Social Media, dass „es für die Benützung der Citygarage neue Abrechnungsmodalitäten gibt und bei allen Parkautomaten – ausgenommen dem zweiten beim Abgang zur BTV – keine Bargeldzahlung mehr möglich ist“.
Der Ex-Politiker sieht in dieser Vorgehensweise „das beste Beispiel, wie man uns langsam, aber schleichend die Bezahlung mit Bargeld verbieten möchte“. In eine ähnliche Kerbe schlägt ein „Krone“-Leser, der am vergangenen Wochenende in der Garage beim Sparkassenplatz mit Bargeld bezahlen wollte und verzweifelt einen Automaten mit entsprechender Funktion suchte.
An sämtlichen Standorten ist weiterhin Bar- und Kartenzahlung möglich.
Johann Breiteneder
„Modernes ticketloses Parksystem eingeführt“
Die Redaktion fragte daraufhin bei Johann Breiteneder, dem CEO der Best in Parking AG nach. In Innsbruck betreibt das Unternehmen an acht Standorten Parkgaragen. Der Geschäftsführer erklärt, dass „an sämtlichen von uns betriebenen Standorten weiterhin sowohl eine Bar- als auch Kartenzahlung möglich ist“.
Und er führt aus, dass „durch die Übernahme der BTV Zentralgarage und der Garage Sparkassenplatz Ende Juni auf ein modernes, schranken- und ticketloses Parksystem umgestellt wurde“.
Bei der BTV-Garage akzeptieren seither zwei der vier Automaten sowohl Bargeld als auch Karten, während beim Sparkassenplatz nur mehr bei einem der insgesamt fünf Automaten neben Karten- auch Bargeldzahlung möglich ist.
Das ist das beste Beispiel, wie man uns langsam, aber schleichend die Bezahlung mit Bargeld verbieten möchte.
Gerald Depaoli
„Keine Pläne für vollständige Abschaffung“
Breiteneder unterstreicht, dass den Kunden auch weitere Zahlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, wie etwa die Bmove-App und andere Online-Angebote. Abschließend räumt der CEO Bedenken hinsichtlich einer totalen Abschaffung der Bargeldbezahlmöglichkeit aus der Welt. „Es gibt keine Pläne, die Möglichkeit vollständig abzuschaffen.“
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