30 Millionen Förderung

Grazer Forschung im Wettlauf um Quantencomputer

Steiermark
24.07.2026 08:02

Die Forschungsplattform Silicon Austria Labs mit Sitz an der TU Graz leitet ein Projekt, für das 30 Millionen Euro an Fördergeldern ins Land fließen. Das Ziel: Quantencomputer produzieren, bevor die USA und China es können.

Wer gewinnt den technologischen Wettlauf: Die USA, China oder Europa? „Wir wollen Schlüsseltechnologien nicht anderswo entstehen sehen, sondern hier in Österreich mitgestalten“, sagt Peter Hanke (SPÖ), Innovationsminister. Ein Schlüsselthema, mit dem sich viele Forscher im Moment beschäftigen, sind Quantencomputer. Dabei handelt es sich um Computer, die Rechenprobleme lösen können sollen, an denen heutige Supercomputer scheitern. Geplant ist, dass sie beispielsweise bei der Entwicklung von Medikamenten oder der Optimierung von Logistik und Verkehr zum Einsatz kommen.

Aber bevor diese industrietauglich hergestellt werden können, fehlt unter anderem noch ein entscheidendes Puzzleteil: sogenannte Ionenfallen-Chips. Diese sind essenziell für die Funktion des Computers – und hier kommt Österreich ins Spiel.

Peter Hanke besuchte die Silicon Austria Labs mit CEO Christina Hirschl
Peter Hanke besuchte die Silicon Austria Labs mit CEO Christina Hirschl(Bild: Tobias Holzer)

Spitzenforschung mit Sitz in Graz
Silicon Austria Labs ist ein Spitzenforschungszentrum, dessen Headquarter sich am Campus der TU Graz befindet und das zum Teil dem Land Steiermark gehört. Es ist an vier europäischen Quanten-Pilotlinien maßgeblich beteiligt und leitet sogar das Sichtbarste von ihnen: Champ-Ion, ein Projekt mit beteiligten Organisationen aus sechs verschiedenen Ländern.

„Wir sind stolz darauf, Champ-Ion als wahrhaft europäische Initiative zu koordinieren, die führende Expertise aus dem gesamten Kontinent zusammenbringt, um Europas technologische Souveränität im Bereich der Quantentechnologie zu stärken“, sagt Christina Hirschl, CEO von Silicon Austria Labs.

30 Millionen Euro Fördergeld fließen ins Land
Das Projekt startet in diesem Jahr in die Umsetzungsphase und ist in Europa das erste, das die industrielle Herstellung dieser Ionenfallen-Chips in Angriff nehmen wird. 50 Millionen Euro beträgt das Gesamtvolumen des Vorhabens, mehr als 30 Millionen gehen an nationale Partner in Österreich.

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