Jahresbericht

Institut für Sozialdienste half 37.500 Klienten

Vorarlberg
23.07.2026 11:53
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Wenn das Leben aus dem Gleichgewicht gerät, braucht es rasche Unterstützung. Die erste Anlaufstelle bei existenziellen Krisen in Vorarlberg ist seit vielen Jahren das Institut für Sozialdienste (ifs). 2025 suchten mehr als 37.500 Menschen Unterstützung.

Psychische Belastungen, familiäre Probleme, Gewalterfahrungen, Überforderung im Alltag und Fragen der Existenzsicherung zählen zu den vielen Gründen, weshalb Menschen in Vorarlberg Hilfe beim Institut für Sozialdienste (ifs) suchen. „Für das ifs steht dabei immer der Mensch im Mittelpunkt“, betont ifs-Geschäftsführerin Martina Gasser anlässlich der Präsentation des Jahresberichts für 2025. „Ziel ist es, in belastenden Lebenssituationen rasch, niederschwellig und fachlich fundiert zu unterstützen. Denn gerade in herausfordernden Zeiten ist es entscheidend, dass Hilfe schnell dort ankommt, wo sie gebraucht wird, und nachhaltig wirkt.“

Martina Gasser, Geschäftsführerin des ifs.
Martina Gasser, Geschäftsführerin des ifs.(Bild: Ursula_Duenser)

Unterstützung für immer komplexere Probleme
Die Mitarbeiter des ifs haben beobachtet, dass sich ein besorgniserregender Trend verfestigt hat: Die Herausforderungen, mit denen Menschen heute konfrontiert sind, werden zunehmend komplexer. Finanzielle Schwierigkeiten wirken sich häufig auf die psychische Gesundheit aus, familiäre Konflikte verstärken Belastungen und gesundheitliche Probleme erschweren die Existenzsicherung. „Selten lassen sich solche Situationen mit einem einzelnen Gespräch lösen. Professionelle psychosoziale Beratung bedeutet deshalb weit mehr als eine erste Orientierung oder das Vermitteln von Informationen“, erklärt Gasser. Es gehe vielmehr darum, Belastungen zu ordnen, Zusammenhänge zu erkennen und gemeinsam langfristige Perspektiven zu entwickeln.

58 Prozent der Klienten sind weiblich
Im vergangenen Jahr begleitete das ifs insgesamt 37.572 Klienten und erbrachte Leistungen im Umfang von 47,89 Millionen Euro. 58 Prozent der Klienten waren weiblich, 42 Prozent männlich. Menschen aller Altersgruppen nahmen die Unterstützungsangebote des ifs in Anspruch – vom Kleinkind bis ins hohe Erwachsenenalter, mit einem Schwerpunkt bei den 25- bis 44-Jährigen. Aktuell sind beim ifs 585 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Wie so viele Sozialeinrichtungen in Vorarlberg hat auch das ifs mit den Sparmaßnahmen des Landes zu kämpfen, Beratungsstellen mussten geschlossen und Angebote eingestampft werden. 

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