Am Anfang des Jahres waren sich die meisten Experten noch einig: Nach Jahren der Rezession wird es 2026 wieder ein solides Wirtschaftswachstum geben. Inzwischen wissen wir es besser: Das Jahr verläuft nach dem Motto: Schwach anfangen und stark nachlassen. Nicht nur in Österreich, sondern in weiten Teilen der EU ist es so.
Hatten erste Prognosen für heuer noch spürbare Wachstumsraten prophezeit, so sind die neuesten Daten nahe der Nulllinie. Schneckentempo statt Überholspur ist angesagt.
Aber das ist noch lang nicht alles: Die Inflationsrate steigt wieder, die Arbeitslosenzahlen ebenso. Die Kaufkraft lahmt, die Leute (müssen) sparen. Und weil die Staaten zu viel Geld ausgegeben haben, wird die Steuerschraube nicht gelockert, sondern weiter angezogen.
„Gewürzt“ wird dieses Krisen-Szenario mit dem Krieg der USA im Iran, mit der Abwehrschlacht der Ukraine gegen den russischen Überfall (Kriegsdauer länger als der Erste Weltkrieg), mit den Raketen- und Drohnenattacken diverser Rebellengruppen. Raffinerien in Russland und in der Ukraine werden in Brand geschossen, Diesel und Kerosin werden knapp.
Was mit großen Hoffnungen begonnen hat, geht in einen düsteren Herbst.
Nein, es ist keine Rede von einer Überholspur, wir sind eher auf der Kriechspur unterwegs. Wer in so einer Situation nicht die größten Finanzbrocken anpackt, ist den Namen „Regierung“ nicht wert.
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