Debatte um Gesundheit

„Lüge“: Steirische SPÖ verschärft den Ton deutlich

Steiermark
24.07.2026 05:01

Die steirischen Sozialdemokraten verschärfen in der Gesundheitsdebatte den Ton und nehmen vor allem ÖVP-Landesrat Karlheinz Kornhäusl ins Visier. Partechef Max Lercher wirft ihm sogar „Lüge“ und „Verrat“ vor. 

Seit Monaten setzt die steirische SPÖ auf das Thema Gesundheit, auch im (letztlich erfolglosen) Grazer Wahlkampf. In den vergangenen Tagen wurde der Ton, vor allem gegenüber ÖVP-Landesrat Karlheinz Kornhäusl, merklich verschärft. Ein Auftritt Kornhäusls in Wien, bei dem er die steirische Gesundheitspolitik pries und die Grüne Mark als Pilotregion für neue Facharztzentren anbot, dürfte die Initialzündung dafür gewesen sein.

Kooperationen mit anderen Bundesländern in der Kritik
„Karlheinz Kornhäusl belügt die Steirerinnen und Steirer – wir lassen den Ausverkauf im Gesundheitsbereich nicht zu“, sagte Parteichef Max Lercher am Dienstag in einer Aussendung. Vor allem die Spitalskooperationen mit Oberösterreich und Salzburg sind den Roten ein Dorn im Auge, die Steiermark würde sich dabei in eine Abhängigkeit begeben. Die blau-schwarze Landesregierung würde Wählerinnen und Wähler „verraten“ und Patienten „verkaufen“, nur um an der Macht zu bleiben, so Lercher weiter.

Am Mittwoch fordert dann der SPÖ-Landtagsabgeordnete Stefan Hofer, seinem Naturell entsprechend im Ton gemäßigter, von Kornhäusl genauere Auskünfte zur möglichen Rettung des angezählten Reha-Zentrums Aflenz – „und keine PR-Kampagnen“. Und am Donnerstag wetterte Lercher mit zwei weiteren SPÖ-Länderchefs gegen Ministerin Korinna Schumann und sprach sich vehement gegen mögliche Spitalsschließungen aus.

Lercher als „gesundheitspolitischer Geisterfahrer“
Für die steirische ÖVP reagierte Gesundheitssprecherin Sandra Holasek auf die roten Vorwürfe: „Nach der herben Niederlage der SPÖ bei der Graz-Wahl scheint die Nervosität so groß zu sein, dass Max Lercher einmal mehr als gesundheitspolitischer Geisterfahrer Schlagzeilen machen will. In der Lebensrealität der Steirerinnen und Steirer spielen Bundesländergrenzen keine Rolle, sie sollten das auch in der Gesundheitsversorgung nicht tun. Das zeigt sich etwa am Beispiel der Zusammenarbeit im Bereich der Urologie, denn es waren steirische Ärzte, die in Klagenfurt operiert haben, als dort Not am Mann war.“

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Steiermark
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung