Mit dem Homer-Epos „Die Odyssee“ dominiert Kultregisseur Christopher Nolan gerade weltweit die Kino-Charts. Seit einem Vierteljahrhundert ist der gebürtige Londoner nicht mehr aus der Filmwelt wegzudenken und hat sich zum vielleicht spannendsten Regisseur der Traumfabrik gewandelt.
Von wegen Eigenwerbung ist alles – während heute ständige Social-Media-Zurschaustellung propagiert wird, besitzt Regie-Ass Christopher Nolan nicht einmal ein Smartphone und nutzt das Internet nur in den seltensten Fällen. Der 56-Jährige rollt mit seinem Homer-Epos „Die Odyssee“ gerade weltweit die Kino-Charts auf und gilt allgemein als unorthodox-genialer Geist. Seine Filme spielten schon vor dem neuen Meisterwerk mehr als sechs Milliarden US-Dollar ein – und das, obwohl Nolan auf „Blockbuster mit Hirn“ setzt.
Batman-Trilogie (2005, 2008, 2012): Der verstorbene Heath Ledger wurde über Nolan als Joker unsterblich und Christian Bale zum besten „Batman“ aller Zeiten. Düster und brutal.
Inception (2010): Vier Oscars und ein Box-Office-Einspielergebnis von global rund 840 Millionen Dollar mit einem derart komplexen Produkt schafft nur Nolan.
Interstellar (2014): Das Science-Fiction-Epos fesselt knapp drei Stunden lang und hinterlässt nichts als fragende Leere. Sein vielleicht intensivstes Werk.
Tenet (2020): „Tenet“ hat so manchen Seher überfordert und wurde von Kritikern ambivalent aufgenommen. Dem Erfolg tat das keinen Abbruch.
Oppenheimer (2023): Sieben Oscars bei 13 Nominierungen – mehr braucht man nicht zu sagen. „Oppenheimer“ war definitiv der Film des Jahres 2023.
Wer an die Handlungsstränge von „Tenet“, „Inception“ oder seinem genialen Frühwerk „Memento“ denkt, dem wickeln sich die Gehirnstränge noch heute zu dichten Knoten. Seine schrägen Zugänge wissen die Stars gleichermaßen zu begeistern wie zu erschrecken. Er setzt beständig auf nichtlineare Erzählungen, meidet tunlichst zeitgemäße CGI-Technik und gilt als Perfektionist und Kontrollfreak. Trotzdem liegen ihm die größten Schauspieler Hollywoods zu Füßen, weil er es stets schafft, das Beste aus ihnen herauszuholen.
Manche sehen ihn als perfekten „Alpha“, weil er zwar zuweilen strenge Regeln hat, seinen Akteuren beim Spiel aber auch möglichst viele Freiheiten einräumt. Der Erfolg gibt ihm recht – und scheint nicht zu enden.
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