Erkrankte Wanderer

Frankreich: Warnung vor Trinken von Gebirgswasser

Ausland
22.07.2026 09:17
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nachdem in den vergangenen Tagen mehrere Wanderer erkrankt sind, warnen die französischen Behörden vor dem Trinken von Wasser aus Gebirgsflüssen und -seen. Dieses dürfte verunreinigt sein.

Vor einigen Tagen seien in den Pyrenäen zwei Gruppen mit insgesamt neun Wanderern, die Wasser aus Bächen und Seen getrunken hatten, mit massivem Brechdurchfall in die Klinik nach Tarbes geflogen worden, berichtete die Zeitung „Sud-Ouest“. Tags zuvor seien zwei weitere Wanderer betroffen gewesen. 

Solche Notfälle seien keineswegs eine Ausnahme, sagte der Leiter der örtlichen Bergrettung, Sébastien Abbadie, dem Sender Ici. „Wir haben jeden Tag Einsätze.“ 2025 habe es über 50 Notfälle nach dem Trinken von Gebirgswasser gegeben. „Man sollte dieses Wasser nicht trinken, um solche Einsätze zu vermeiden.“

Warnung vor Filterflaschen
Denn auch wenn das Wasser der Gebirgsbäche klar und frisch erscheint, sei es nicht unbedingt trinkbar und könne schwerwiegende gesundheitliche Probleme verursachen, betonte die Präfektur der Hautes-Pyrénées. Gründe könnten Fäkalien von Tieren und menschliche Abfälle sein, die in den Gewässern landeten. Stattdessen sollten Wanderer auf sichere Wasserquellen wie Leitungswasser oder Wasser aus Flaschen zurückgreifen. Auch Filterflaschen würden nicht ausreichen, wurde betont. Touristen sollten für jede Stunde einer Wanderung einen halben Liter Trinkwasser verfügbar haben. Zum Nachfüllen ihrer Flaschen könnten sie die Wasserversorgung in Berghütten nutzen.

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