Hoffnung nach Unglück

Tapfere Daniela kann nun wieder essen und trinken

Oberösterreich
22.07.2026 09:00

Nach einem Unfall vor zwei Jahren ist ein vierjähriges Mädchen schwer beeinträchtigt. Sie war beim Spielen mit ihren zwei Schwestern am Bauernhof in Waldkirchen am Wesen (OÖ) in einem Rollo eingeklemmt worden, 40 Minuten lang ohne Sauerstoff. Eine privat bezahlte Spezialtherapie zeigt Wirkung – kommt den Eltern aber teuer. Die von der Kassa zugewiesene Reha-Einrichtung brachte keine Fortschritte.

Es war am 15. Juni 2024: Die damals zweijährige Daniela spielte mit zwei ihrer drei Schwestern am elterlichen Bauernhof in Waldkirchen am Wesen. Als die Kleine auf das automatisch gesteuerte Wandrollo (ein aufrollbarer schwerer Vorhang) im Stall kletterte, setzte sich dieses plötzlich in Bewegung und klemmte das Mädchen zwischen Metallstangen ein.

Als Daniela vom Vater daraus geborgen wurde, atmete sie nicht mehr. Zehn Minuten lang wurde verzweifelt versucht, die Zweijährige zu reanimieren. Erst dann gab es eine Pupillenreaktion. Daniela wurde im Kepler Uniklinikum Linz (KUK) zwei Tage in künstlichen Tiefschlaf versetzt.

Die vierjährige Daniela mit ihrer großen Schwester Valerie (14).
Die vierjährige Daniela mit ihrer großen Schwester Valerie (14).(Bild: Pressefoto Scharinger/Daniel Scharinger)

Nach dem Aufwachen lächelte sie die Mama an, der ein Stein vom Herzen fiel. Doch dann die Hiobsbotschaft: Die Kleine war 40 Minuten ohne Sauerstoffzufuhr, erlitt einen Hypoxischen Hirnschaden. „Die ärztlichen Prognosen waren miserabel. Daniela konnte nicht einmal essen und trinken, musste über Sonden ernährt werden“, so die Mutter. Ihr Körper war völlig steif und sie hatte schwere epileptische Anfälle.

Mama Jasmin freut sich über jeden Fortschritt, den ihre Daniela macht.
Mama Jasmin freut sich über jeden Fortschritt, den ihre Daniela macht.(Bild: Pressefoto Scharinger/Daniel Scharinger)

Während einer Akut-Reha in Salzburg erfuhr die Mutter von einer Spezialtherapie in Bratislava, die die Eltern schließlich privat finanzierten. „Nach nur einer Woche konnte sie plötzlich die Hände aufmachen.“

Fortführende Therapien auf eigene Kosten in heimischen Spezialeinrichtungen folgten. „Mittlerweile isst und trinkt sie. Sie kann etwas in der Hand halten und plappern. Auch die epileptischen Anfälle sind weg“, freut sich die Mama.

Die offiziell zugewiesenen Reha-Einrichtungen brachten offenbar keine Fortschritte. „Ihr helfen leider nur Einzeltherapien, keine Gruppentherapien.“

Allein heuer investierte die Familie dafür schon 20.000 Euro. Die nächste Therapie beginnt Ende August. Jasmin: „Die kostet 8000 Euro plus 2500 fürs Quartier. Aber wir versuchen alles zu tun, damit sie vielleicht einmal ein selbstständigeres Leben führen kann.“ 

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