Trotz eines grandiosen Auftritts des Sängers Howard Carpendale auf der Seebühne waren einige Fans frustriert – vor allem jene, die die teuersten Tickets für die ersten Reihen gekauft hatten und die Rollstuhlfahrer. Ihnen wurde von Zuschauern von den billigeren Plätzen der Blick auf die Bühne verstellt.
Barbara S., 54, hat sich einen Mädchentraum erfüllt und Howard Carpendale live auf der Seebühne Mörbisch gesehen. Zumindest ein Lied lang. Denn nach der ersten Nummer forderte der Evergreen die Zuschauer in den hinteren Reihen auf, nach vor zur Bühne zu kommen. Die verstellten nun S., die 120 Euro für einen Sitzplatz ganz vorne bezahlt hatte, die Sicht. Auch die Rollstuhl-Gäste konnten nur noch zuhören. Die Security-Mitarbeiter versuchten zwar, den Bühnenbereich nach der Pause zu räumen, doch sie waren machtlos – die Menge folgte den Anweisungen nicht.
Gibt‘s Geld zurück?
„Es wäre kein Problem gewesen, wenn bei den letzten Nummern oder den Zugaben die Zuschauer vor die Bühne geholt worden wären. Aber nicht gleich zu Beginn des Konzerts“, ärgert sich S., die nun vom Veranstalter wissen will, ob sie zumindest einen Teil des Kartenpreises rückerstattet bekommt. Die Antwort von Show Factory Entertainment: „Wir nehmen jedes Anliegen ernst, prüfen jeden einzelnen Fall individuell und stehen mit den Gästen im direkten Austausch.“


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