Anti-Migrations-Demos
160.000 Menschen fliehen vor Gewalt in Südafrika
In Südafrika kommt es seit Wochen zu fremdenfeindlichen Protesten, die oft in Gewalt ausarten. Mindestens vier Migranten sind bei den Ausschreitungen ums Leben gekommen. Aus Angst um ihr Leben haben mehr als 160.000 Ausländer das Land in den vergangenen zwei Monaten verlassen.
Die meisten der Migranten stammten aus Simbabwe und Malawi, wie am Dienstag aus einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage der Angaben ausländischer Regierungen hervorging. Auch Staatsbürger aus Ghana, Kenia, Lesotho, Mosambik, Nigeria und Uganda verließen demnach in großer Zahl Südafrika.
Mehrere Tote nach fremdenfeindlichen Protesten
Im Juni hatte es in Südafrika landesweit verstärkt ausländerfeindliche Demonstrationen gegeben, deren Teilnehmer die Ausweisung von irregulären Migranten bis zum 30. Juni verlangten. Laut offiziellen Angaben kamen mindestens vier Menschen dabei ums Leben, wobei einige ausländische Regierungen von einer höheren Opferzahl ausgehen.
Südafrika zieht Migranten an
Begonnen hatten die Proteste bereits im vergangenen Jahr, ihre Organisatoren wollen bis zu den Regionalwahlen im November weitermachen. Südafrika ist eines der wohlhabendsten Länder des Kontinents und zieht viele Arbeitsmigranten an, während es selbst mit einer Arbeitslosenquote von mehr als 30 Prozent und hohen Verbrechenszahlen zu kämpfen hat.









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