Der FC Wacker kehrt mit dem 2. Liga-Aufstieg in den Profi-Fußball zurück. Tiroler Klubs spielten in der 1974 eingeführten Klasse immer wieder eine große Rolle. Teil 3: Die erfolgreichen Jahre nach der Fusion des ESV und des SC Kufstein, ehe eine Ligareform den Klub aus dem Profifußball verdrängte.
Der SC Kufstein schaffte 1983 unter Trainer Walter Gombasch den Aufstieg in die 2. Division. Ein Jahr später kehrte Ex-Nationalteamspieler Roland Hattenberger mit mehr als 50 Länderspielen, zwei Meistertiteln und einem Cupsieg nach Kufstein zurück: „In Kufstein habe ich so ziemlich alles gemacht.“
Hattenberger prägte den Verein über viele Jahre in unterschiedlichsten Funktionen, unter anderem als Sportlicher Leiter. In den 1990er-Jahren gastierten mit Weltmeister Mario Kempes (VSE St. Pölten) und Hans Krankl (Austria Salzburg) prominente Fußballgrößen im Grenzland-Stadion Kufstein.
Zurück in die Regionalliga West.
In der Abstiegssaison 1997/98 übernahm Roland Hattenberger schließlich auch noch das Traineramt. In dieser Spielzeit feierte zudem sein Sohn Matthias sein Debüt im Profifußball. „Wir hatten damals eine sehr junge Truppe mit einigen arrivierten Spielern, die leider schon etwas über ihrem Zenit waren“, erinnerte sich Hattenberger junior.
Nach dieser Saison wurde die 2. Division von 16 auf zehn Mannschaften reduziert und in „Erste Division“ umbenannt. Der FC Kufstein belegte den 13. Tabellenplatz und musste deshalb den Gang in die Regionalliga West antreten. „Das war schade, denn finanziell hätten wir die Liga halten können, und es wären viele gute junge Spieler nachgekommen“, sagte Hattenberger.
Zur gleichen Zeit schaffte allerdings der nur rund 18 Autominuten westlich gelegene SV Wörgl den Aufstieg in den Profifußball. Spieler wie Bernhard Baumgartner, Harald Planer und später auch Matthias Hattenberger wechselten daraufhin nach Wörgl. „Das hat sicher einige Jahre gedauert, bis sich der Verein sportlich wieder erholen konnte“, so Hattenberger.
1983/1984 – Platz 15 (als SC Kufstein)
1984/1985 – Platz 7 (als SC Kufstein)
1986/1987 – Platz 4 (als SC Kufstein)
1987/1988 – Platz 5
1989/1990 – Platz 12
1993/1994 – Platz 11
1994/1995 – Platz 9
1995/1996 – Platz 12
1996/1997 – Platz 10
1997/1998 – Platz 13
2005/2006 – Platz 10
Ein kurzes Aufbäumen.
Genau sieben Saisonen benötigte der FC Kufstein in der Regionalliga West, ehe unter Trainer Rudolf Geir – der später vom HSV-Scout Ludwig Trifellner abgelöst wurde – die Rückkehr in den Profifußball gelang. Ironischerweise tauschte man erneut die Rollen mit dem SV Wörgl. Während Kufstein aufstieg, wechselten Spieler wie Thomas Silberberger, und Yunus Karayün von Wörgl in die Festungsstadt.
„Man wollte nicht mehr investieren. Rund zwei Millionen Euro hätten gereicht“, erinnerte sich Hattenberger, der da schon beim FC Wacker anheuerte. Mit der Aufstiegsmannschaft konnte der FC Kufstein in der 2. Liga jedoch keine entscheidende Rolle spielen und stieg vor genau 20 Jahren wieder in die Regionalliga West ab.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.