Der FC Wacker Innsbruck kehrt mit dem 2. Liga-Aufstieg in den Profi-Fußball zurück. Tiroler Klubs spielten in der 1974 eingeführten Klasse immer wieder eine große Rolle. Teil 1: Die Fußball-Euphorie um Rapid Lienz in den 1970er Jahren kannte kaum Grenzen, die in einem Cup-Semifinale gegen Wacker gipfelte.
Ein ausverkauftes Dolomitenstadion, organisierte Fan-Fahrten zu Auswärtsspielen – für Rapid Lienz heute in der Kärntner Liga fast ein Ding der Unmöglichkeit.
Der Osttiroler Klub erlebte freilich ganz andere Zeiten. Als mit der großen ÖFB-Reform 1974 die Nationalliga als zweithöchste Spielklasse eingeführt wurde, schaffte Lienz als Regionalliga-Klub unter Trainer Ilija Lukic den Sprung in den Profi-Fußball.
Echter Zuschauermagnet
Und plötzlich war ein ganzer Bezirk fußballnarrisch. „4000 bis 5000 Zuschauer waren bei den Heimspielen keine Seltenheit“, erinnert sich Osttirol-Werber Franz Theurl mit Wehmut.
Rapid war aber nicht nur bei Fans beliebt, auch bekannte Spieler wie Peter Kastner oder Johann Trenkwalder heuerten in der Dolomiten-Stadt an. „Wir haben eine relativ gute Mannschaft gehabt“, erzählt Kapitän und Mittelfeldspieler Georg „Schorsch“ Unterweger.
In der Premieren-Saison landete man mit acht Siegen und acht Unentschieden auf dem 11. Platz. Im zweiten Jahr erkämpfte man wieder 24 Punkte, aufgrund des um vier Tore schlechteren Torverhältnisses gegenüber den punktegleichen Tullnern musste man aber zurück in die Regionalliga.
„Das war das Ende für den Profi-Fußball“, sagt Unterweger. Theurl meint: „Für ein Comeback fehlten Sponsoren und eine Unterstützung seitens der Stadt.“
Legendäre Cup-Schlachten
Die notwendigen Kräfte für den Abstiegskampf hatte die Truppe von Trainer Dolfi Blutsch vielleicht in legendären Cup-Schlachten liegen gelassen. Mit Siegen gegen Liezen (2:0), Wolfsberger AC (2:1), LASK (1:0) und Wiener Sportclub (3:1) traf Lienz im Semifinale auf die Meister-Truppe von Wacker.
Nach einem verrückten Spiel fixierten die Innsbrucker mit den Koncilia-Brüdern, Kriess, Pezzey und Co. erst in den Schlussminuten den 2:1-Heimsieg.
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