Heuer gab es mehr Neuzulassungen als im ersten Halbjahr des Vorjahres, die Zulassungen von gebrauchten Fahrzeugen gehen aber zurück. Über 60 Prozent der neuen Pkw sind bereits elektrisch. Die Branche hadert aber mit politischen Entscheidungen.
Der steirische Fahrzeughandel kann aufatmen! Die Zahl der Neuzulassungen legte im ersten Halbjahr 2026 um rund 15 Prozent zu. Von Jänner bis Juni wurden 24.079 neue Pkw zugelassen, im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum nur 20.937 Fahrzeuge.
„Über 60 Prozent der neuen Pkw fahren bereits mit alternativen Antrieben“, hält Peter Jagersberger, Obmann des Landesgremiums Fahrzeughandel, fest. Mehr als die Hälfte der Neuzulassungen teilen sich demnach auf Benzin/Elektro-Hybride und reine Elektroautos auf. Unternehmen sind dabei die zentralen Treiber: „Sieben von zehn neuen Elektrofahrzeugen werden auf Betriebe zugelassen“, sagt Jagersberger.
Rückgang bei Gebrauchtzulassungen
Dem Zuwachs der Neuzulassungen steht aber ein Rückgang von Gebrauchtzulassungen gegenüber. Diese gingen in der Steiermark im ersten Halbjahr um knapp fünf Prozent zurück. „Wir sehen, dass Benziner und Diesel zurückgehen. Gleichzeitig steigen Gebrauchtzulassungen aber bei Elektroautos und Hybriden“, erklärt Gerald Auer, Geschäftsführer des Autohauses Vogl + Co.
Über 60 Prozent der neuen Pkw fahren bereits mit alternativen Antrieben. Unsere Betriebe sind dabei der Motor der Mobilitätswende.

Peter Jagersberger, Obmann des Landesgremiums Fahrzeughandel
Bild: Christian Jauschowetz
Sachbezug und Beschlagnahmungen
Den Fahrzeughandel beschäftigen aktuell aber auch mehrere politische Entscheidungen: „Die geplante Einführung des Sachbezugs für Elektro-Dienstwagen ab 2027/2028 wird Kaufentscheidungen beeinflussen“, ist Gerhard Monsberger, Geschäftsleitung Porsche Inter Auto Steiermark, überzeugt. Bislang war die private Nutzung von elektrischen Firmenautos ja sachbezugsfrei, die Anschaffung von E-Autos dadurch für Firmen attraktiv. Das könnte sich nun wieder ändern.
Hinzu kommt das Thema der Fahrzeugbeschlagnahmungen: „Wir distanzieren uns von Rasern, aber mit der Verschärfung auf diesem Gebiet laufen auch Autohändler Gefahr, dass Fahrzeuge etwa nach Probefahrten beschlagnahmt werden könnten, obwohl sie nicht für die Tat verantwortlich sind. Das kann existenzgefährdend sein“, gibt Jagersberger zu bedenken.
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