Im Shootingpark Austria im Bezirk Baden prüft jetzt die Behörde. Ein Spaziergänger stieß auf vergrabenen Munitionsmüll im Wald hinter dem Schießpark. Der Betreiber weist die Vorwürfe von sich.
Einmal mehr nimmt ein Umweltschützer den Shootingpark Leobersdorf im Bezirk Baden ins Visier – im übertragenen Sinne. „Beim Spazierengehen ist mein Hund aus dem Halsband geschlüpft und aufs Schießstandgelände gelaufen“, erzählt ein Anrainer. An einer kaputten Stelle des Zaunes zischte der entlaufene Hund hindurch, sein Herrchen hinterher.
Als er den Vierbeiner schließlich einholte, stand er vor einer scheinbar „illegalen Mülldeponie“. „Ich konnte die orangen Scherben der Tontauben, auf die hier geschossen wird, sehen, und auch Munitionsteile aus Plastik“, berichtet der Mann. Besonders heikel: Über den Sondermüll soll bereits frische Erde geschüttet worden sein.
Die Bezirkshauptmannschaft Baden prüfte die Müll-Aufschüttung. Es handle sich wohl um einen Haufen Grünschnitt, der mit Kunststoffresten vermischt war, heißt es. Der Haufen werde vom Betreiber des Schießparkes bereits entfernt, der Sachverhalt sei aber noch nicht vollständig geklärt. „Das kann mehrere Wochen in Anspruch nehmen“, sagt Bezirkshauptmann Christian Pehofer.
Unser Ziel ist es, den Betrieb im Einklang mit den Anforderungen des Natur- und Umweltschutzes weiterzuentwickeln.

Shootingpark-CEO Paul Schaufler
Bild: ZVf
Betreiber: „Wir halten uns an Auflagen“
Shootingpark-Chef Paul Schaufler weist den vorwurf der Umweltverschmutzung von sich: „Der Sondermüll wird bei uns immer getrennt gesammelt und nur von befugten Unternehmen entsorgt.“ Werden die löchrig geschossenen Scherben vom Boden aufgesammelt, könne schon auch Gras mit „aufgesaugt“ werden. Seit den 1970er-Jahren wird in der Anlage geschossen, viel später sei das Gebiet Teil des Natura-2000-Schutzgebietes geworden – als bedeutender Lebensraum für Schwarzstörche und Fledermäuse.
„Wir lassen jetzt ein Gutachten über die Auswirkungen auf das Naturschutzgebiet ausstellen“, sagt Schaufler. Es sei jedenfalls nie Gefahr im Verzug gewesen: „Die Wurfscheiben sind nicht umweltschädlich.“ Da Anzeigen dieser Art öfter vorkommen, vermutet er, dass anderes dahintersteckt: „Manche Anrainer stört nur der Lärm durch die Schüsse.“
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