Am Donnerstag wurde die Besatzung eines Privatflugzeuges im Anflug auf den Flughafen Graz von einem Laser geblendet. Der Trainingsflug konnte sicher fortgesetzt werden. Die steirische Polizei ermittelt nun und warnt vor, wie gefährlich solche Vorfälle sein können.
Am Donnerstagabend kam es in Graz zu einer heiklen Situation für die Besatzung eines Kleinflugzeugs. Ein zweimotoriges Privatflugzeug mit drei Insassen war von Wiener Neustadt kommend in Richtung Graz unterwegs. Gegen 22.10 Uhr befand sich die Maschine im Landeanflug auf den Flughafen Graz, als die Besatzung in einer Höhe von rund 500 Metern mehrmals von einem grünen Laserstrahl geblendet wurde.
Der 47-jährige Pilot und seine beiden Flugschüler konnten den Flug sicher fortsetzen. Dabei führte der 35-jährige Fluglehrer ein sogenanntes Touch-and-Go-Manöver am Airport Graz durch und setzte den Trainingsflug anschließend ohne Zwischenfälle in Richtung Süden fort.
Polizei ermittelt wegen Gefährdung der Luftfahrt
Bei dem Vorfall wurde niemand verletzt, aufgrund der erheblichen Gefährdung durch die Blendung verständigte die Besatzung aber umgehend per Funk die Austro Control. Diese erstattete Anzeige bei der Polizei. Eine Fahndung nach dem oder den bislang unbekannten Täter(n) im Bereich der Grazer Innenstadt verlief bislang ohne Erfolg. Aufgrund des Verdachts der vorsätzlichen Gefährdung der Sicherheit der Luftfahrt werden die Ermittlungen fortgeführt.
Hohe Strafen möglich
Die Konsequenzen einer derartigen Tat sollte man nicht unterschätzen. Das gezielte Anstrahlen eines Luftfahrzeuges mit einem Laserpointer kann schwerwiegende Folgen haben. Das österreichische Strafrecht sieht für das Blenden eines Flugzeugs Freiheitsstrafen von einem bis zu zehn Jahren vor. Führt eine derartige Tat zu weiteren schwerwiegenden Folgen, können sogar noch höhere Strafen drohen.
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