Der Abbau unnötiger Hürden in der Verwaltung ist dem Tiroler Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP) ein großes Anliegen. 60 „Steine“ hat er bisher beseitigt.
Seit mehr als einem Jahr präsentiert Tirols Landeshauptmann Anton Mattle wöchentlich eine Entbürokratisierungs-Maßnahme. So wurden in diesen 60 Wochen zahlreiche Regeln vereinfacht und Prozesse optimiert – zuletzt etwa mit digitalen Rückmeldungen bei Verwaltungsstrafverfahren, E-Government für Vereine, die App „Tiroler Jagd“ mit digitaler Grünvorlage, die automatisierte Firmenbuchabfrage oder Erleichterungen bei Grundstücksteilungen durch eine Gesetzesnovelle.
Entbürokratisierung lebt von der Umsetzung, nicht von Ankündigungen. Deshalb setzen wir jede Woche eine konkrete Maßnahme um.
LH Anton Mattle (ÖVP)
„Entbürokratisierung lebt von der Umsetzung, nicht von Ankündigungen. Deshalb setzen wir jede Woche eine konkrete Maßnahme, die Behördenwege für unsere Kunden – also die Bürgerinnen und Bürger – vereinfacht. Wir wollen damit aber auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlasten, Verfahren beschleunigen und mehr Freiheiten schaffen. Es sind oft auch kleine Maßnahmen, unsere Stärke ist aber die laufende Entbürokratisierung. Während andere nur reden, machen wir“, erklärt LH Mattle zur „Krone“.
120.000 nutzen bereits das „Digital Service Tirol“
Herzstück der Verfahrensvereinfachung und -beschleunigung ist das Portal „Digital Service Tirol“. 120.000 Personen nutzen die Plattform bereits. Dort werden für Kunden alle digitalen Services und Verfahren gesammelt. Aktuell programmiert das Land Tirol gemeinsam mit Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung eine digitale Verfahrensplattform für Gewerbeverfahren. Erfahrungen dafür sammelt das Land Tirol auch mit Künstlicher Intelligenz. Moderne Technologien und Künstliche Intelligenz sollen die Verwaltungsarbeit und den Service für die Bevölkerung verbessern.
Für die User könnte dies Ausfüllhilfen bei Online-Formularen, Rund-um-die-Uhr Serviceauskünfte und Abfragen von Fachexpertise sowie Vorprüfungen von Abrechnungen für schnellere Auszahlungsmodalitäten beispielsweise bei Förderungen umfassen.
KI beschleunigt Verfahren und spart auch Kosten
Geprüft wird derzeit auf verschiedenen Ebenen. Dafür setzt das Land Tirol auf eine KI-Strategie, die kürzlich von der Tiroler Landesregierung beschlossen wurde. „Die Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz sind enorm. KI birgt Chancen, aber natürlich auch Gefahren. Es gilt auch für das Land Tirol, sich mit einem klaren Plan zu den Möglichkeiten von KI auseinanderzusetzen und die Vorteile zu nutzen, die Verwaltung zu vereinfachen, Verfahren zu beschleunigen, Geld zu sparen und den Service für die Kundinnen und Kunden zu verbessern. In der Praxis eingesetzte KI-Lösungen müssen jedenfalls ausreichend qualitätsgesichert und getestet sein, sodass Betrieb, Datenverarbeitung und Ergebnisse dem erforderlichen Schutzniveau entsprechen. Wir treiben technologischen Fortschritt und Digitalisierung in der Landesverwaltung verantwortungsvoll an und wollen Vorbild sein. Es braucht einen klaren Nutzungsrahmen – rechtlich, ethisch, wirtschaftlich und organisatorisch. Der Wegweiser für Entscheidungen und Prüfungen ist die KI-Strategie,“ betont dazu LH Mattle.
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